Bündnis 90/Die Grünen
Bildungsvergleich: Kein Grund zum Jubeln
Grüne: Studie zeigt Schwachpunkte des bayerischen Bildungssystems deutlich auf
Mehr zu: Bayern, Bildungsgerechtigkeit, Bildungsmonitor, Fachkräftebedarf, Ganztagsschule, Statistik, Studierendenzahlen, SchuleDie Grünen im Bayerischen Landtag warnen angesichts des neuen Bildungsvergleichs vor nicht angebrachten Jubelstürmen. "So ein Ranking ist als ´Hitliste" nur bedingt aussagekräftig", erklärt der schulpolitische Sprecher Thomas Gehring. Daher sei die Studie kein Grund zur Lobhudelei.
"Wir müssen uns vielmehr die Einzelergebnisse genauer anschauen, um die einzelnen Stärken und Schwächen der bayerischen Bildungslandschaft zu analysieren." Zu den inhaltlichen Schwachpunkten gehöre z. B. der Ganztagsausbau. "Hier sieht man noch einmal, von welch niedrigem Niveau in Bayern ausgegangen wird – wir haben an dieser Stelle noch einen langen Weg vor uns." Die niedrige Akademikerquote und der Fachkräftemangel im Freistaat seien Indikatoren für die herrschende Bildungsungerechtigkeit. "Weil viele aus sozialen Gründen den Weg der Hochschulreife nicht einschlagen können, bleiben Talente auf der Strecke liegen", erläutert Thomas Gehring. Die Studienberechtigtenquote sei deutlich zu gering in Bayern. "Das und die niedrigen Studierendenzahlen in den mathematischen und naturwissenschaftlichen Fächern passen gar nicht zum Ruf des selbst ernannten Hightech-Standortes."
Die Grünen fordern eine Bildungspolitik, die den einzelnen Schüler bzw. die einzelne Schülerin in den Mittelpunkt rückt. Die Grünen weisen darauf hin, dass sich die Bildungspolitik der bayerischen Koalition im aktuellen Bildungsvergleich noch gar nicht niedergeschlagen haben kann, da die von dieser Studie verwendeten Zahlen von 2007 sind.
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