Einziger Weg: Schüler optimal fördern
Mehr zu: Baden-Württemberg, Bildungschancen, Bildungsmonitor, Bildungswesen, Förderunterricht, Hauptschule, Sonderschulen, SchuleDer Verband Bildung und Erziehung (VBE) sieht es als erfreulich an, dass Bildung auch im Land Baden-Württemberg nach und nach einen höheren Stellenwert bekommt. Wenn Statistiken wie der Bildungsmonitor 2009 Erfolge noch bestätigen sei dies umso löblicher, stellt der Pressesprecher des VBE Südbaden, Josef Klein (Rickenbach) fest. Allerdings zeige sich bei dieser Statistik auch, dass es unerheblich ist, in welcher Schulstruktur die Schüler beschult werden, denn alle Bundesländer haben unabhängig von ihrem Schulsystem, zugelegt.
Für den VBE ist es deshalb von großer Bedeutung, unter welchen Rahmenbedingungen die Arbeit an Schulen stattfindet. Denn das wichtigste Ziel müsse es bleiben, junge Menschen zu wertvollen Mitgliedern unserer Gesellschaft zu machen. Dies sei, so Klein, aber deutlich besser möglich, wenn neben den baulichen und strukturellen Ausstattungen genügend Personal zur Verfügung stehe.
Nicht alle Politiker, voran Finanzminister Willi Stächele (CDU), haben bisher registriert, dass es zum Betrieb des Bildungsschiffes Kapitäne und Matrosen brauche, die den richtigen Kurs steuern können. Je ausgedünnter die Mannschaft sei, desto weniger könne man sich um die Probleme der Passagiere kümmern.
Inklusion (Sonderschule), Umbau der Werkrealschule (Hauptschule), Absenkung des Klassenteilers in Grund- und Realschule sowie Gymnasien, das seien, so der VBE, nur wenige der Problemfelder, die eine deutlich höhere Personalressource erfordern. Wenn die Antwort der Landesregierung darauf beispielsweise heißt, die Lehrervorsorgung im Realschulbereich im kommenden Schuljahr vom bisherigen Stand zurückzufahren, so erkenne jeder, so Josef Klein, dass dies auch objektiv der falsche Weg ist, um Schüler optimal zu fördern.
Mit der Qualitätsoffensive Bildung, ausgestattet mit 530 Millionen Euro, habe die Landesregierung im Jahr 2008 zu erkennen gegeben, dass Bildung im Kinderland Baden-Württemberg ein wichtiges Gut sei. Allerdings habe sie bisher noch nicht erkannt, dass Ausgaben für die Bildung keine Kosten seien, sondern Investitionen in die Zukunft. Davon brauche es für eine optimale Förderung der Schülerinnen und Schüler nach VBE-Ansicht auch künftig noch deutlich mehr.
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