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Aktueller Bildungsmonitor bescheinigt Hessen in den zukunftsweisenden Bereichen Integration und Ressourcennutzung deutliche Erfolge

Methodik nach wie vor problematisch

Mehr zu: Bildungsmonitor, Bildungswesen, Föderalismus, Hessen, Sonderthemen
Wiesbaden, 21.08.2009 -

"Wir nehmen die Ergebnisse des Bildungsmonitors mit Interesse zur Kenntnis, werden sie einer gründlichen Auswertung unterziehen und mit Sicherheit auch wertvolle Anregungen erhalten", sagten Kultusministerin Dorothea Henzler und Wissenschaftsministerin Eva Kühne-Hörmann zum heute veröffentlichten Bildungsmonitor des IW (Institut der Deutschen Wirtschaft) und der INSM (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft). Hessen zeige darin eine solide, kontinuierliche Verbesserung in seinem Gesamtergebnis und insbesondere in den Bereichen Integration und Inputeffizienz. "Das ist gerade in diesen beiden zukunftsweisenden Bereichen ein sehr erfreuliches Ergebnis", sagte Henzler.

Unter Inputeffizienz verstehen die Autoren des Bildungsmonitors den effektiven Einsatz der Ressourcen im Bildungsbereich. Die Integration betrachtet hingegen die Kopplung bzw. Entkopplung von Abschlüssen vom sozioökonomischen Hintergrund.

"Außerdem wird Hessen eine größere Ausgewogenheit bei der Altersstruktur der Lehrkräfte bescheinigt. Das ist ebenfalls sehr erfreulich. Zum Beginn des neuen Schuljahres haben wir soeben gerade wieder fast 2300 junge Lehrerinnen und Lehrer eingestellt", sagte Henzler weiter.

Beide Ministerinnen wiesen allerdings auch darauf hin, dass es sich beim Bildungsmonitor nicht um eine neue Forschungsstudie handele, sondern Daten älterer Erhebungen in Indikatoren gebündelt und neu dargestellt würden. Der Bereich Bildung sei aber das Handlungsfeld mit der größten Dynamik. Insofern müsse man die Frage stellen, ob man dort Daten verwenden könne, die bereits einige Jahre alt seien. So beruht der Bildungsmonitor 2009 auf Daten des Jahres 2007 und früher. "Das bedeutet, dass in Bereichen, in denen der Bildungsmonitor noch einen Entwick-lungsbedarf für Hessen sieht, viele Verbesserungen bereits umgesetzt sind. So hat die Landesregierung beispielsweise längst beschlossen, dass in Hessen zukünftig kleinere Klassen gebildet werden", sagte Henzler.

Leider, so die Ministerinnen, würden auch im aktuellen Bildungsmonitor wieder nicht die Leistungen des Länderfinanzausgleichs berücksichtigt. Die Zahlungen, die Hessen im Rahmen des Länderfinanzausgleichs an andere Bundesländer leisten müsse, betrügen rund 2,3 Milliarden Euro. Diese Summen kämen zwar anderen Ländern zugute, gingen Hessen aber als zusätzliche Bildungsinvestitionen verloren. Dazu komme, dass die Hervorhebung von Relationen wie die Schüler-Lehrer-Relation einseitig die ostdeutschen Bundesländer mit ihren vergleichsweise geringen und künftig noch geringer werdenden Schülerzahlen bevorzuge.

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