Mediadaten | Impressum | Feedback | RSS | Mobil | Newsletter
Letzte Änderung: 09.02.2012, 17:03
  • Delicious_bw
  • Studivz_bw
  • Facebook_bw
  • Twitter_bw
  • Drucken-grau
  • Versenden-grau

Ferienzeit heißt für viele Kinder noch mehr Fernsehkonsum

VBE: Dauerberieselung mit medialer Gewalt wirkt abstumpfend

Mehr zu: Baden-Württemberg, Ferien, Gewalt in der Schule, Jugendschutz, Killerspiele, Medienkompetenz, Sonderthemen
Stuttgart, 25.08.2009 -

Bedingt durch die Vielzahl der Medien sei Gewalt für Kinder und Jugend­liche heute überall präsent, beklagt der Sprecher des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE) Baden-Württemberg. Besonders in den langen Som­merferien würden viele Kinder noch länger unbeaufsichtigt vor dem Bild­schirm sitzen und sinnvollere Freizeitbeschäftigungen vernachlässigen.

Das reichhaltige Angebot an medialem Mord und Totschlag für Kinder ist be­ängstigend. Kriminalfilme, die früher ausschließlich im Abendprogramm für Erwachsene liefen, werden selbst vom öffentlich-rechtlichen Fernsehen als Wie­derholung am Nachmittag gezeigt, zu einer Zeit, zu der die meisten Kinder und Jugendlichen vor dem Bildschirm sitzen. Genügte in Filmen des Grusel-Alt­meisters Alfred Hitchcock noch die Andeutung einer Gewalttat, um Spannung zu erzeugen (die Duschszene in "Psycho"), wird heute in Nahaufnahme und Zeitlupe gezeigt, wie das Messer ins Fleisch des Opfers dringt, moniert der VBE-Sprecher. Das mediale Grauen und die virtuelle Gewalt können bei dafür empfänglichen Kindern und Jugendlichen regelrecht zur Sucht werden, mit all den Folgen, die auch bei anderen Süchten zu beobachten sind.

So mancher Schüler konsumiert den Horrorkitzel gleich mittels mehrerer Medi­en: TV, Video/DVD, PC-Spiele, Handy, Internet, CD. "Nestwärme", Geborgen­heit und Anerkennung, sinnvolle Freizeitbeschäftigungen in Vereinen und kirch­lichen Jugendgruppen sowie klar gezogene und konsequent eingeforderte Gren­zen bildeten den besten "Impfstoff" gegen reale Gewalt, behauptet der VBE-Sprecher. Positive Identifikationsmöglichkeiten in der Schule, in Kirchen, Ver­einen und anderen Gruppierungen erzeugten ein Wir-Gefühl und erhöhten bei Schülern die Bereitschaft, Verantwortung für sich und andere zu übernehmen.

Werte, für die die Jugend offen sei, wie Solidarität und soziales Engagement werden zwar auch in Schulen vermittelt und gepflegt, man dürfe jedoch das Elternhaus keinesfalls aus der Erstverantwortung entlassen, so der VBE-Spre­cher. Eltern bestimmten, welche Geräte die Kinder ihr Eigen nennen dürfen. Außerdem könne bei jedem technischen Gerät ein Aus-Schalter betätigt werden.

Ferienprogramme der Städte und Kommunen böten sinnvolle Alternativen zum Bildschirmhocken und sorgten für ein förderliches Gemeinschaftserlebnis.

Ansprechpartner

0 Kommentare (es gelten unsere Kommentarregeln)

Hinweis
  • Ein Enter führt zu Zeilenumbruch.
  • Hyperlinks bitte grundsätzlich mit "http://" beginnen (also z.B. http://bildungsklick.de/).
  • Kein HTML unterstützt.

Ihr Kommentar:

Ihr Name:
Ihre E-Mail-Adresse (wird nicht veröffentlicht):
Durch die Eintragung Ihrer E-Mail erkennen Sie die Kommentarregeln an.

A862f8fb4fd9df50b1d4181cbc6af0d975c38f1c
Bitte den Text aus dem Bild eingeben:


MELDUNGEN AUS DEN RESSORTS

Sonderthemen

"Die Chancen einer weltweiten Lerngesellschaft"

09.02.2012. Unter dem Motto "Weltsprache Bildung" beteiligt sich das Goethe-Institut an der größten Bildungsfachmesse in Europa, der didacta in Hannover. Im Interview spricht Dr. Matthias Makowski, Leiter der Abteilung Sprache des Goethe-Instituts, über multimedial vernetztes Lernen und Lehren im Zeitalter ...

Schule

Österreich: Fortgesetzte Reformen wichtig für Qualität und Chancengleichheit in Bildung

Paris/Berlin, 09.02.2012. Die Leistungen österreichischer Schüler hängen stärker von der sozialen Herkunft ab als in vielen anderen Industrieländern. Der heute veröffentlichte OECD-Bericht "Equity and Quality in Education: Supporting Disadvantaged Students and Schools" appelliert daher, bereits begonnene Reformen ...

Kindergarten / Vorschule

EU-Kommission rügt deutsches Betreuungsgeld

03.02.2012. (dpa) – Die EU-Kommission rügt die deutschen Pläne zur Einführung eines Betreuungsgeldes. "Die EU-Kommission ist überrascht zu erfahren, dass es Ideen gibt, Frauen zu ermutigen, zu Hause zu bleiben", sagte die Sprecherin von EU-Sozialkommissar Laszlo Andor am 1. Februar in Brüssel. "Es gibt ...
in

Elementarbereich NRW | Medienschau Bildung

NEU bei didacta-bildungsklick.tv: CookUOS 2011/12

ANZEIGEN

Society in Science unterstützt postdoc Studenten überall auf der Welt. Unser Ziel ist Förderung der Forscher/innen.
ANZEIGE
Aktuelle Kommentare
Unser Partner in Österreich
Bildungaktuell
Das eMagazin für Management, Personalwesen und Weiterbildung