Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus
Minister Spaenle: Bayern hat die Zahl der Pflichtwiederholer um knapp die Hälfte reduziert - Gehen eingeschlagenen Weg weiter
Mehr zu: Bayern, Hauptschule, Individuelle Förderung, Sitzenbleiben, Spaenle, SchuleBayern hat die Anzahl der Pflichtwiederholer in den vergangenen Jahren merklich gesenkt, zum Beispiel um rund die Hälfte an den Volksschulen und Gymnasien. Die Durchschnittszahl der Pflichtwiederholer lag im Freistaat Bayern im Schuljahr 2008/2009 bei weniger als zwei Prozent.
"Ich möchte die Anzahl der Pflichtwiederholer an Bayerns Schulen weiter senken. Dazu dienen schulorganisatorische Maßnahmen wie das Vorrücken auf Probe oder Nachprüfungen einerseits. Diese eröffnen Schülern bei entsprechender Motivation die Chance, trotz einer zunächst scheinbar schwierigen Situation in die nächste Klasse vorzurücken. Andererseits setzen wir auf eine intensivere individuelle Förderung, um die Anzahl der jungen Menschen, die die Klasse wiederholen müssen, zu verringern."
Bayern kann in seinen Anstrengungen, dieses Ziel zu erreichen, in den vergangenen Jahren auf eine günstige Entwicklung zurückschauen. An den Volksschulen etwa ging die Quote der Pflichtwiederholer von 1,4 Prozent im Schuljahr 2000/2001 auf 0,7 Prozent im Schuljahr 2008/2009 zurück. An den Realschulen sank die Quote der Pflichtwiederholer im gleichen Zeitraum von 4,8 Prozent auf 3 Prozent im Schuljahr 2008/2009, an den Gymnasien von 3,1 Prozent auf 1, 7 Prozent.
"Wir sind hier auf einem guten Weg und werden diesen weiter beschreiten. Das Wiederholen ganz abzuschaffen erscheint dagegen wenig sinnvoll: Es gibt Situationen, in denen bei einzelnen Schülern so große Lücken an Wissen und Kompetenzen vorliegen, dass sie die Jahrgangsstufe noch einmal nachholen sollten. Auf dieser Basis können sie ihre Schullaufbahn mit einem guten Fundament und den nötigen Kompetenzen fortsetzen", so der Minister.
Die in einer Agenturmeldung genannte Wiederholerquote von 3,6 Prozent für das Jahr 2007/2008 umfasst nicht nur die Pflichtwiederholer. Die Zahl berücksichtigt darüber hinaus auch Schüler, die ein Schuljahr freiwillig wiederholen, zum Beispiel weil sie nach der 5. Klasse in der Hauptschule in die 5. Klasse an der Realschule oder am Gymnasium wechseln. Die Durchschnittszahl der Pflichtwiederholer lag in Bayern im Schuljahr 2008/2009 dagegen bei weniger als zwei Prozent.
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