Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst
Sachsens Wissenschaftsministerin fordert nach Veröffentlichung des OECD Berichtes mehr Investitionen in Bildung
Dr. Eva-Maria Stange: "In diesem Schneckentempo wird Deutschland nicht mithalten können"
Mehr zu: Bildungsbericht, Bildungsgipfel, Deutschland, Hochschulabschluss, Internationaler Austausch, KITA, OECD-Studie "Bildung auf einen Blick", Sachsen, Statistik, Sonderthemen"Der internationale Vergleich der Bildungssysteme zeigt wieder einmal wie groß der Nachholbedarf Deutschlands vor allem bei den Investitionen in Bildung ist. In diesem Schneckentempo wird Deutschland mit den anderen Industrienationen nicht mithalten können - schon gar nicht, wenn der Wettlauf um die besten Köpfe immer härter wird", sagte Sachsens Wissenschaftsministerin Dr. Eva-Maria Stange heute als Reaktion auf den aktuellen OECD-Bericht "Bildung auf einen Blick" 2009. Investitionen in Bildung seien die wichtigste Voraussetzung dafür, dass Deutschland im Wettbewerb mithalten könne.
"Trotz Finanzkrise dürfen Investitionen in Kitas, Schulen oder Hochschulen nicht nach unten geschraubt werden. Investitionen in Bildung sind die beste Krisenbewältigung", so die Ministerin. Deutschland investiere derzeit im Vergleich zu anderen OECD-Ländern mit nur 4,8 Prozent des Bruttoinlandsproduktes deutlich zu wenig in Bildung. (OECD 5,5%) "Bund und Länder müssen sich zügig und ohne Rechentricks auf die Umsetzung des auf dem Bildungsgipfel in Dresden 2008 vereinbarten Ziels verständigen, sieben Prozent des BIP bis 2015 für Bildung zu investieren."
Ein großes Defizit gebe es auch beim Anteil an Hochqualifizierten in Sachsen. In der Mehrheit der OECD-Länder würden mehr als 36 Prozent einen Hochschulabschluss erwerben, in Sachsen seien es gerade einmal 24 Prozent (Deutschland 23 Prozent). "Wir brauchen mehr junge Leute die sich überhaupt erst einmal für ein Studium entscheiden", so die Ministerin. Akademikerinnen und Akademiker seien langfristig besser gegen Arbeitslosigkeit geschützt und hätten ein deutlich höheres Einkommen als beruflich Qualifizierte. "Wer die Zahl der Hochqualifizierten erhöhen will, muss die Durchlässigkeit zum Studium verbessern und beispielsweise qualifizierten Berufstätigen ein Studium auch berufsbegleitend ermöglichen." Wenn dies in Sachsen und in Deutschland nicht gelänge, werde es über kurz oder lang eine enorme Fachkräftelücke geben, sagte Dr. Stange.
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