Hochschulrektorenkonferenz
HRK-Präsidentin zu OECD-Bildungszahlen: Erfreulicher Aufholprozess Deutschlands
Beschleunigung notwendig
Mehr zu: Bildungsausgaben, Bildungsbericht, Bildungschancen, Bologna-Prozess, Deutschland, MINT-Fächer, OECD-Studie "Bildung auf einen Blick", Statistik, Studienabbrecher, Wintermantel, Hochschule, SonderthemenDie heutige Veröffentlichung der OECD-Statistik "Bildung auf einen Blick" nahm die Präsidentin der Hochschulrektorenkonferenz (HRK), Prof. Dr. Margret Wintermantel, zum Anlass, die deutsche Politik zu weiteren Anstrengungen aufzurufen:
"Deutschland hat zwar bei der Studienanfängerquote und der Absolventenquote im OECD-Vergleich leicht aufgeholt, aber der Aufholprozess verläuft zu langsam. Als Wirtschaftsland, das mehr als andere von der Ressource Bildung abhängig ist, muss Deutschland hier mehr tun. Die geringe Absolventenquote von 23 Prozent gegenüber dem OECD-Mittel von 39 Prozent ist besonders im Hinblick auf die Absolventinnen und Absolventen der Natur- und Ingenieurwissenschaften nicht hinnehmbar.
Die von Minister Tesch als Vorsitzendem der Kultusministerkonferenz (KMK) geforderte Verstärkung der Anreize für ein Studium der Natur- und Ingenieurwissenschaften ist folgerichtig.
Deutschland hat mit Umsetzung der Bologna-Reform beim eher geringen Anteil der Studienabbrecher seine gute Position im OECD-Vergleich gehalten. Wenn die Bologna-Reform weiter optimiert wird, ist noch eine bessere Studienerfolgsquote möglich. Das ist die Absicht der Hochschulen und muss von der Politik durch Finanzierung der intensiveren Lehrformen in Bachelor- und Masterprogrammen endlich unterstützt werden. Dass der KMK-Präsident hier offenbar nur die Hochschulen und nicht die Politik in der Pflicht sieht, ist besorgniserregend.
Die neuen OECD-Zahlen sind ein Signal an die Politik, dass sich Investitionen in die Bildung lohnen. Die positive Entwicklung der Studienanfängerquote wurde auch durch den Hochschulpakt erreicht. Nun muss die Entwicklung entschlossen weiter getrieben werden. Wir brauchen einen weiteren Anstieg der Bildungsinvestitionen, um die Hochschulbildung nicht nur quantitativ, sondern auch qualitativ voranzubringen. Hier sind Staat und Wirtschaft gefordert. Für die jungen Menschen sind gerade auch in diesen wirtschaftlich schwierigen Zeiten gute Bildungsangebote die beste Zukunftssicherung."
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