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Bildungsindikatoren im Ländervergleich belegen positive Entwicklung Nordrhein-Westfalens im Hochschulbereich

Bildungsausgaben im NRW-Landeshaushalt stiegen seit 2005 um 15 Prozent

Mehr zu: Berufsbildungsbericht, Bildungsausgaben, Fachhochschule, Föderalismus, Forschung, Hochschulabschluss, Internationaler Austausch, Nordrhein-Westfalen, OECD-Studie "Bildung auf einen Blick", Statistik, Sonderthemen
Düsseldorf, 09.09.2009 -

Nordrhein-Westfalen hat seine Bildungsausgaben seit 2005 um 15 Prozent oder 2,6 Milliarden Euro gesteigert. Von 17,41 Milliarden Euro stiegen die Investitionen in Schule und Hochschule auf 20,03 Milliarden Euro im Haushaltsentwurf 2010. Im selben Zeitraum wuchs der Landesetat lediglich um 5 Prozent oder 2,5 Milliarden Euro. "Das zeigt, wir haben eindeutige Prioritäten gesetzt: Vorfahrt für Bildung und Innovation", sagte Innovationsminister Prof. Andreas Pinkwart. Den Aufwuchs der Mittel für Bildung bezeichnete er mit Blick auf die aktuellen Bildungsstatistiken der OECD zugleich als "dringend notwendig".

Bei den Bildungsindikatoren belegte Nordrhein-Westfalen im Vergleich der Bundesländer im Jahr 2007 zumeist einen Mittelfeldrang. Erfreulich sind die Entwicklungen bei Absolventen, Studienanfängern und Betreuungsrelation. Dies zeigt eine Studie, die die Statistischen Ämter des Bundes und der Länder in Ergänzung zur gestern publizierten OECD-Studie "Bildung auf einen Blick" heute veröffentlicht haben.

Danach ist Nordrhein-Westfalen bei der Absolventenquote bestes deutsches Flächenland. Mit 25,2 Prozent liegt NRW hinter den drei Stadtstaaten auf Platz vier. Der Bundesdurchschnitt lag 2007 bei 23,4 Prozent. Besonders erfreulich ist hier die Entwicklung gegenüber dem Vorjahr: Noch 2006 hatte die NRW-Quote bei 21,9 Prozent gelegen. Einen Mittelfeldplatz (Rang 8) belegte Nordrhein-Westfalen 2007 bei der Studienanfängerquote. Mit 34,4 Prozent lag NRW über dem Durchschnitt der Flächenländer (33,1 Prozent), obwohl 2006 die Studienanfängerzahl in NRW gesunken war. "Hier erwarten wir aufgrund der kräftigen Steigerungen der vergangenen Jahre eine positive Entwicklung", sagte Pinkwart.

Den stärksten Aufwärtstrend aller Bundesländer verzeichnete Nordrhein-Westfalen beim zahlenmäßigen Verhältnis zwischen Studierenden und Lehrkräften. Hier dokumentiert die Studie eine Verbesserung der Betreuungsrelation von 18,7 (1996) auf 14,6 Studierende pro Lehrkraft. Vor allem die Fachhochschulen sind von einem weit abgeschlagenen Platz nah an den Bundesdurchschnitt herangerückt. "Auch hier erwarten wir für die Folgejahre weitere Verbesserungen. Vor allem werden sich die Studienbeiträge hier sehr positiv auswirken, was 2007 noch gar nicht so stark spürbar war", sagte Pinkwart.

Pinkwart sagte, trotz erster Erfolge dürfe Nordrhein-Westfalen bei seiner Aufholjagd nicht nachlassen: "Bildung muss weiterhin absolute Priorität haben", forderte er. Dass sich ein Hochschulabschluss jedenfalls auch für den Einzelnen lohnt, zeigt ebenfalls die aktuelle Studie zu den Bildungsindikatoren: Die Akademiker-Arbeitslosigkeit betrug in 2007 in NRW lediglich 3,4 Prozent - bei einer Gesamtquote von 9,5 Prozent.

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