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Berlin, 09.09.2009 -

Der Verband Deutscher Privatschulverbände e.V. (VDP) blickt seit Jahren mit großer Sorge auf die Bildungsfinanzierung in Deutschland. Der von der OECD in den letzten Jahren feststellte Stillstand bei den Ausgaben für das Bildungssystem steht in einem grundlegenden Widerspruch zu den steigenden Qualifikationsanforderungen im Beruf und zur Notwendigkeit zum Lebenslangen Lernen.

"Deutschland befindet sich bei Bildungsausgaben im OECD-Ländervergleich abgeschlagen im untersten Viertel. Mit öffentlichen und privaten Finanzmitteln in Höhe von 4,8 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BPI) ist das deutsche Bildungssystem im internationalen Vergleich mittelfristig nicht konkurrenzfähig", erklärt Julia Schier, Bundesgeschäftsführerin des VDP. Mit 4,1 Prozent öffentlicher und 0,7 Prozent privater Bildungsausgaben des BPI liegt Deutschland nur auf Platz 24 von 28 Ländern. Das ist das Ergebnis der jährlich erscheinenden Untersuchung "Bildung auf einen Blick" der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD).

"Vor dem Hintergrund dieses erschütternden Ergebnisses ist der Staat nachdrücklich aufgefordert, sein finanzielles Engagement für Bildung deutlich zu erhöhen", sagt Schier. "Staat, Wirtschaft und jeder Einzelne muss die Ausgaben für Bildung nicht als Kosten, sondern als Investition in die Zukunft begreifen. Damit Deutschlands Bildungssystem nicht völlig den Anschluss an die führenden Länder verliert, ist es dringend erforderlich, dass alle gesellschaftlichen Gruppen an einem Strang ziehen und insgesamt mehr Ressourcen für Bildung bereitstellen."

Neben direkten Aufwendungen für das Bildungssystem muss der Staat auch verstärkt Anreize für Lebenslanges Lernen schaffen. "Das berufliche Fachwissen veraltet heute sehr viel schneller als früher. Damit Deutschland langfristig eine ausreichende Anzahl an gut ausgebildeten und qualifizierten Arbeitnehmern hat, ist ihre kontinuierliche Aus- und Weiterbildung unerlässlich. Arbeitnehmer müssen daher motiviert werden, ihre Kompetenzen fortlaufend weiterzuentwickeln", erläutert Schier. Gerade in einem rohstoffarmen Land wie Deutschland sei Bildung die zentrale Schlüsselressource für eine positive wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung.

Der Verband Deutscher Privatschulverbände e.V. vertritt freie Bildungseinrichtungen im allgemein bildenden und berufsbildenden Schulbereich sowie in der Erwachsenenbildung und im tertiären Bereich (Fachhochschulen und Hochschulen). Der 1901 gegründete Verband bindet seine Mitglieder weder weltanschaulich noch konfessionell oder parteilich. Zusammen mit den beiden konfessionellen Privatschulverbänden, dem Bund der freien Waldorfschulen und der Vereinigung Deutscher Landerziehungsheime bildet der VDP die Arbeitsgemeinschaft Freier Schulen.

Pressekontakt zu dieser Meldung

Florian Becker
Pressesprecher

Bundesverband Deutscher Privatschulen e.V.
Bildungseinrichtungen in freier Trägerschaft

Bundesgeschäftsstelle
Reinhardtstr. 18
10117 Berlin
Tel.: 030 / 28 44 50 88-0
Fax: 030 / 28 44 50 88-9
E-Mail:
Internet: www.privatschulen.de

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