Im ersten Halbjahr 2009 wurden auf den Straßen des Landes insgesamt 260 Schulwegunfälle mit Personenschaden von der Polizei aufgenommen. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes ist dies gegenüber dem ersten Halbjahr 2008 ein deutlicher Rückgang von 26 Prozent. Dabei blieb jedoch die Zahl der verunglückten Kinder zwischen 6 und 18 Jahren mit 253 unverändert im Vergleich zum ersten Halbjahr 2008.
Die Zahl der bei Schulwegunfällen schwerverletzten Kinder stieg allerdings in den ersten sechs Monaten des Jahres auf 61 an. Das waren 12 schwerverletzte Kinder mehr als im Jahr zuvor. Besonders tragisch war nach Angaben der Statistiker, dass zwei Kinder getötet wurden. Auch im ersten Halbjahr 2008 war ein Kind bei einem Schulwegunfall ums Leben gekommen.
Eine Sonderauswertung des Statistischen Landesamtes zeigt, dass Kinder vor allem morgens zwischen 7 und 8 Uhr auf dem Schulweg und mittags zwischen 13 und 14 Uhr auf dem Nachhauseweg gefährdet sind. 62 Prozent der Kinder verunglückten in diesen Zeiträumen.
Unter den 253 bei Schulwegunfällen zu Schaden gekommenen Kinder verunglückten 115 mit dem Fahrrad. Besonders gefährdet waren die 11-jährigen Kinder, auf diese Altersklasse entfielen 15 Prozent der verunglückten Kinder.