Stiftung Jugend forscht e.V.
Jugend forscht Bundessieger überzeugen mit innovativen Projekten beim 21. European Union Contest for Young Scientists
Deutsche Erfolge beim EU-Wettbewerb 2009 in Paris
Mehr zu: Auszeichnungen, Europa, Internationaler Austausch, Jugend forscht, MINT-Fächer, Naturwissenschaften, Stiftungen, Wettbewerbe, SchuleBeim 21. EU-Wettbewerb für Nachwuchswissenschaftler hat das vierköpfige deutsche Team eine Platzierung und zwei Sonderpreise erzielt. Nur vier Monate nach dem 44. Bundeswettbewerb konnten sich die Jugend forscht Sieger in Paris gegen starke Konkurrenz aus 40 europäischen Ländern behaupten. Die Preisträger des diesjährigen European Union Contest for Young Scientists wurden gestern im Wissenschaftsmuseum Palais de la découverte geehrt. Die feierliche Preisverleihung war Höhepunkt des europäischen Wettbewerbs in der französischen Hauptstadt. Die jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler wurden in diesem Jahr mit Preisen im Gesamtwert von rund 50.000 Euro sowie mit attraktiven Praktikumsplätzen und Forschungsreisen ausgezeichnet.
Steffen Strobel (20) aus Seeshaupt in Bayern hat einen mit 3.500 Euro dotierten 3. Preis gewonnen. Er erhielt die Auszeichnung für sein Projekt, mit dem er beim Jugend forscht Finale im Mai 2009 den Preis der Bundeskanzlerin für die originellste Arbeit erringen konnte. Der Jungforscher entwickelte ein spezielles Infrarotsystem für den Einsatz in der Medizin. Mithilfe einer selbst programmierten Software macht das Gerät unter der Haut liegende Venen in Echtzeit am Computerbildschirm sichtbar. Auf diese Weise können zum Beispiel Ärzte gezielter Spritzen setzen. Zusätzlich wurde Steffen Strobel mit dem Preis des Europäischen Patentamtes (EPO) für Originalität ausgezeichnet.
Ebenfalls in Paris erfolgreich war Julian Petrasch (17) aus Berlin. Er gewann einen einwöchigen Aufenthalt am European Southern Observatory (ESO) in Chile. Beim EU-Wettbewerb präsentierte er sein Forschungsprojekt, mit dem er in diesem Jahr bei Jugend forscht den Bundessieg im Fach Geo- und Raumwissenschaften errungen hatte. Der Nachwuchswissenschaftler entwickelte eine innovative Software, mit der sich die Position von Asteroiden im Weltall genauer bestimmen lässt als mit den gängigen Methoden.
"Ich freue mich sehr über das erfolgreiche Abschneiden unserer Jungforscher. Das Ergebnis beweist, dass deutsche Nachwuchswissenschaftler in Europa eine wichtige Rolle spielen", sagt Dr. Jörg F. Maas, Geschäftsführer der Stiftung Jugend forscht e. V. "Jugend forscht ist nicht nur Europas größter nationaler Wettbewerb in Naturwissenschaften, Mathematik und Technik. Mit 19 ersten Preisen seit der Gründung des EU-Wettbewerbs 1989 sind wir auch der erfolgreichste Nachwuchswettbewerb."
Der European Union Contest for Young Scientists wird von der Europäischen Kommission veranstaltet. Ziel ist die Förderung des wissenschaftlichen Austausches und der Zusammenarbeit zwischen jungen Forschern.
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