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Amok im Kopf

Warum Schüler töten

Mehr zu: Gewalt in der Schule, Jugendhilfe und Sozialarbeit, Konfliktlösung, Prävention, Schule
Weinheim, 23.09.2009 -

Emsdetten, Erfurt, Winnenden und jetzt Ansbach – Amokläufe jugendlicher Schüler sind kein Einzelfall mehr. Jedes Mal steht eine ganze Gesellschaft unter Schock. Doch wie sind diese Taten zu erklären? Die erste Langzeitstudie zum Thema, geschrieben von dem amerikanischen Psychologen Peter Langman, zeigt: Nicht allein Waffenbesitz, Computerspiele oder negative schulische oder häusliche Einflüsse sind für einen Amoklauf verantwortlich zu machen. Kern des Problems sind massive psychische Störungen der Täter. "Amok im Kopf. Warum Schüler töten" von Peter Langman wird jetzt ausgeliefert.

Um das Phänomen besser zu verstehen und potentiellen Taten zuvorzukommen, hat Peter Langman über 20 Jahre hinweg Amokläufe an Schulen genau untersucht. Dafür hat er auch bisher unveröffentlichte Quellen ausgewertet: Gesprächsprotokolle, Schulaufsätze, Tagebücher und diverse andere Dokumente.

Der Autor kommt zu dem Ergebnis: Bei allen jugendlichen Amokläufen liegen massive psychische Störungen zu Grunde. Als Erster hat er eine Typologie der Täter entwickelt: Es handelte sich immer um psychotische, psychopathische und traumatisierte Jugendliche.

Daneben geht Langman auch der Frage nach, warum fast ausschließlich junge Männer gefährdet sind und warum Amokläufe meist in Klein- und Kleinststädten stattfinden. Doch das Buch bleibt nicht bei der Diagnose stehen. Sein eigentliches Anliegen ist es, dazu beizutragen, Amokläufe möglichst zu verhindern, indem gefährdete Kinder und Jugendliche rechtzeitig erkannt werden. Nicht um sie zu stigmatisieren, sondern um ihnen zu helfen und um dem Schlimmsten zuvorzukommen. Ein Buch, das die Debatte um die Ursachen von Amokläufen und ihre Prävention verändern wird und das weit über die oberflächlichen Erklärungen direkt nach den Attentaten hinaus geht.

Einladung zur Pressekonferenz:

"Lassen sich Amokläufe wirklich nicht verhindern?"
Teilnehmer:
Prof. Klaus Hurrelmann, einer der bekanntesten deutschen Sozial-, Bildungsund Gesundheitswissenschaftler, Professor of Public Health and Education an der Hertie School of Governance in Berlin und Experte zum Thema Gewalt an Schulen.

Rebecca Bondü, Diplom-Psychologin, Mitarbeiterin am Berliner Leaking- Projekt, das sich mit der Prävention von schwerer zielgerichteter Schulgewalt, wie School Shootings und Amokläufen an Schulen beschäftigt.

Dr. Claus Koch, Verlagsleiter Sachbuch beim Beltz Verlag und Lektor des Buchs "Amok im Kopf. Warum Schüler töten".

Ort: Hertie School of Governance, Forum B
Quartier 110, Friedrichstraße 180, 10117 Berlin
Termin: 9.10.2009, 11 Uhr
Um Anmeldung wird gebeten

Einladung zur Pressekonferenz: "Lassen sich Amokläufe wirklich nicht verhindern?" siehe auch rechte Spalte.

Pressekontakt zu dieser Meldung

Verlagsgruppe Beltz
Jacob Hochrein
Pressereferent

Werderstraße 10
69469 Weinheim
Tel: +49 (0) 6201/6007 389
Fax: +49 (0) 6201/6007 392
Mail:
www.beltz.de

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