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Rechtsextreme auf Stimmenfang im Internet

Jugend- und Bildungsminister Rupprecht warnt vor Aktivitäten von rechtsextremistischen Organisationen

Mehr zu: Brandenburg, E-Learning, Jugendhilfe und Sozialarbeit, Jugendschutz, Medienkompetenz, Politische Bildung, Sonderthemen
Potsdam, 25.09.2009 -

Brandenburgs Jugend- und Bildungsminister Holger Rupprecht warnt vor den Versuchen Rechtsextremer, über das Internet Jungwähler zu gewinnen. Die Einrichtung Jugendschutz.net der Jugendminister der Länder belege, wie rechtsextreme Organisationen das Internet nutzen, um gezielt Jugendliche anzu­sprechen.

"Neue Erkenntnisse machen deutlich, wie die NPD - mit derzeit mehr als 200 Webseiten von Verbänden, Gruppierungen und Einzelpersonen - auf multimediale Botschaften setzt. Mit Videos, Jugendcomics oder der so genannten Schulhof-CD sollen gezielt Jugendliche und Erstwähler geködert werden", so der Minister. "Auch die Möglichkeiten der verschiedenen Web 2.0-Dienste missbraucht die NPD zunehmend zu Propagandazwecken: Es existieren Profile beim Sozialen Netzwerk facebook, Microblogs bei twitter und eigene Kanäle auf der Videoplattform YouTube."

Die gezielte Ansprache von Jugendlichen mit modernen Kommunikationsstrategien, um rassistische und demokratiefeindliche Bekenntnisse zu verbreiten, zeige einmal mehr wie wichtig die Auseinandersetzung mit diesen Angeboten ist, betont Rupprecht. So habe das Jugendministerium erst kürzlich bei der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien Indizierungsanträge gegen zwei Veröffentlichungen gestellt, über die gegenwärtig in der Bundesprüfstelle entschieden wird. "Durch konsequente Einschränkungen wird rechtsradikalen Gruppierungen ein wichtiges Element des Zusammenhalts entzogen", ist der Jugendminister überzeugt. "Wenn sich zivilgesellschaftliche Wachsamkeit und staatliches Agieren ergänzen, sorgen wir gemeinsam dafür, dass Rechtsextremisten in unserem Land keine Chance haben. Genau dafür setzt sich seit Jahren auch das Handlungskonzept 'Tolerantes Brandenburg der Landesregierung' ein."

Jugendschutz.net wurde 1997 von den Jugendministern aller Bundesländer gegründet, um jugendschutzrelevante Angebote im Internet zu überprüfen und für die Einhaltung von Jugendschutzbestimmungen zu sorgen. Jugendschutz.net unterstützt die Obersten Landesjugendbehörden bei der Durchsetzung des Jugendschutzes im Internet.

Der Kurzbericht über die NPD-Aktivitäten findet sich im Internet unter www.jugendschutz.net/rechtsextremismus/Aktuell/index.html. Weitere Analysen und pädagogisches Material zum Rechtsextremismus im Internet gibt es unter www.jugendschutz.net/rechtsextremismus/index.html.

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