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VBE: "Noch nie war Schule so wertvoll wie heute!"

Nicht nur am Weltlehrertag die Arbeit der Pädagogen würdigen

Mehr zu: Baden-Württemberg, Lehrertag, Weltlehrertag
Stuttgart, 03.10.2009 -

"Den Welttierschutztag am 4. Oktober kennen die meisten Menschen; dass diesem der Weltlehrertag folgt, ist weniger bekannt", stellt der Landesvor­sitzende des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE) Baden-Württem­berg, Rudolf Karg aus Karlsruhe, mit Bedauern fest. "Aber das wissen nicht einmal alle Lehrer so genau", ergänzt er durchaus selbstkritisch.

Der VBE begrüßt es, dass sich in diesem Jahr mit dem Stuttgarter Regierungspräsidenten Johannes Schmalzl ein Nicht-Lehrer öffentlich für den 1994 von der Unesco initiierten Weltlehrertag stark macht und dafür wirbt, am 5. Oktober die Leistungen der Pädagogen für die Gesellschaft in den Mittelpunkt zu stellen. Schmalzl hat Städte und Kommunen in einem Schreiben aufgefordert, Lehrerin­nen und Lehrern, die "den Schlüssel für unsere Zukunft in der Hand halten", in vielfälti­ger Form Dank und Anerkennung zukommen zu lassen.

War der Pädagoge ursprünglich einmal ein Sklave, der die Kinder seines Herrn in die Schule begleitete, sollen und müssen die Pädagogen heute neben der Bil­dung ihrer Schüler verstärkt deren Erziehung übernehmen, was nach Artikel 6,2 des Grundgesetzes nicht nur das natürliche Recht der Eltern ist, sondern eigent­lich die ihnen "zuvör­derst obliegende Pflicht".

Wurde der Pädagoge im Altertum ausgepeitscht, wenn er die Arbeit nicht zur vollsten Zufriedenheit seines Herrn erledigt hatte, werden die Pädagogen von heute öffentlich bloßgestellt und schnell als "Halbtagsjobber, faule Hunde oder Jammerlappen" diffamiert. Dabei sei Schule für die Gesellschaft so wertvoll wie noch nie, ver­sichert VBE-Chef Karg, weil diese staatliche Einrichtung den vom Elternhaus nicht (mehr) geförderten Kindern Bildung und Erziehung, Anerken­nung, Gebor­gen­heit und verlässlich Gemeinschaft anbiete und damit oft noch einen letzten Halt gebe. Die Pflicht, eine allgemein bildende Schule besuchen zu müs­sen, sei daher ein nicht hoch genug zu schätzendes Privileg für alle.

Mütter hört man bisweilen am Muttertag zu ihren Kindern sagen, wer das ganze Jahr über lieb sei, müsse sich an diesem einen Sonntag im Mai nicht extra ins Zeug legen. Ähnliches gelte für den Weltlehrertag, behauptet der VBE-Chef: "Wer die aufreibende Arbeit der Lehrer das ganze Jahr über wertschätzt, benö­tigt eigentlich keinen Weltlehrertag, um daran erinnert zu werden, wie wichtig die Tätigkeit der Pädagogen für die Zukunft der Gesellschaft ist."

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