GEW Hessen
Schulsozialarbeit ausbauen - gemeinsame Verantwortung von Land und Kommunen ernst nehmen!
Mehr zu: Bildungsausgaben, Hessen, Jugendhilfe und Sozialarbeit, Konfliktlösung, Schulsozialarbeit, Schulverwaltung, Schule"Klar sollte sein, dass es sich bei der Schulsozialarbeit um eine gemeinsame Verantwortung von Land und Kommunen handelt.", so hatte der ehemalige Kultusminister Banzer den Kommunen in Hessen 2008 eine zukünftige Drittel-Finanzierung der Schulsozialarbeit angekündigt.
"Neun Monate nach der hessischen Wahl erinnern sich weder Kultusministerin Henzler noch der jetzige Sozialminister Banzer an die Ankündigung. Statt des erhofften Ausbaus der Schulsozialarbeit durch die finanzielle Beteiligung des Landes bleibt das Hessische Kultusministerium bei der Auffassung, für die Schulsozialarbeit seien allein die Schulkreisträger verantwortlich", kritisiert die stellvertretende Landesvorsitzende der GEW Hessen, Karola Stötzel.
Das Hessische Kultusministerium hält sich nicht einmal an die zwischen Schulamt Fritzlar und den Landkreisen Waldeck-Frankenberg sowie Schwalm-Eder 2008 geschlossenen Verträge zur Finanzierung von Stellen für Schulsozialarbeit. In Borken ist die Wiederbesetzung einer Schulsozialarbeiterstelle bedroht, obwohl der Vertrag noch über ein weiteres Jahr läuft. Die Zukunft von weiteren acht Stellen ist gefährdet und 14 weitere Schulen stellten ihre Anträge auf Schulsozialarbeit vergebens.
Die hessenweite Vertrauensleuteversammlung der GEW Hessen forderte das Land Hessen ausdrücklich auf, Mittel zur Finanzierung dieser Stellen und dem weiteren Ausbau von Schulsozialarbeit an Hessens Schulen bereitzustellen. Ausdrücklich fordert sie auch vom Hessischen Sozialminister Banzer, sich zu dem gegebenen Wort zu stellen und seiner Verantwortung durch die Einstellung von Landesmitteln für Schulsozialarbeit im Haushalt 2010 gerecht zu werden.
"Wir müssen Schulsozialarbeit ausbauen und dies muss in gemeinsamer Verantwortung von Land und Kommunen geschehen. Dabei müssen alle politisch Verantwortlichen endlich begreifen, dass die chronische Unterfinanzierung des Bildungssektors, zu große Klassen, zu wenige und überlastete pädagogische Beschäftigte an Schulen nicht weiter hingenommen werden können", so Karola Stötzel abschließend.
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