An Lehrer, Studenten, Fachbesucher und Bildungsverleger richtet sich der zweitägige Bildungskongress "Lernende Gesellschaft", der vom 16. bis 17. Oktober im Rahmen der Frankfurter Buchmesse stattfindet. Am ersten Tag stehen die Themen Wirtschaft und Bildung, Social Networking und Gewalt an Schulen auf dem Programm. Höhepunkt ist hier die Podiumsdiskussion "Education in Flux", in der es darum geht, wie sich die Ansprüche an und das Verständnis von Bildung verändern. Am zweiten Tag werden in verschiedenen Workshops neue Produkte, Ideen und Ansätze beim Lernen und Lehren diskutiert.
Bei der Gestaltung des Programms wird die Frankfurter Buchmesse vom Didacta Verband mit den folgenden Beiträgen unterstützt:
Samstag, 17.10.2009, 9.00-9.20 Uhr
Bildung von Anfang an: frühe Bildung als Fundament des Bildungssystems.
Keynote von Prof. Dr. Dr. Dr. Dr. h.c. Wassilios E. Fthenakis
Samstag, 17.10.2009, 11.00-12.30 Uhr
Bildung im Wandel. Podiumsdiskussion
Das 21. Jahrhundert stellt den Menschen vor verschiedenste Herausforderungen. Gerade die Individualisierung des Lernens, Digitalisierung des Lernens und das lebenslange Lernen, werden die Themen dieser spannenden Diskussion rund um Wissenskultur und gesellschaftlichem Wandel sein. Mit: Holger Behm (Cornelsen), Prof. Dr. Dr. Dr. Dr. h.c. Wassilios E. Fthenakis (Präsident Didacta Verband) , Dorothea Henzler (Kultusministerin Hessen), Dr. Volker Titel (Buchwissenschaftler)
Samstag, 17.10.2009, 13.00-13.45 Uhr
Frühe Bildung: die Grundlage für eine längst fällige Bildungsreform in Deutschland. Vortrag von Prof. Dr. Dr. Dr. Dr. h.c. Wassilios E. Fthenakis
Das deutsche Bildungssystem ist revisionsbedürftig. Das zeigen u. a. die PISA-Befunde und die Erkenntnisse der empirischen Bildungsforschung. Die politische Debatte konzentrierte sich bislang auf strukturelle Aspekte.Zunehmend gewinnen jedoch Aspekte der Bildungsqualität und der Bildungsorganisation an Bedeutung.Vor diesem Hintergrund geht Professor Fthenakis folgenden Fragekomplexen nach: (a) Welches Bildungsverständnis muss ein Bildungssystem voraussetzen, um kindliche Biografien zu optimieren und um kindlichen Bedürfnissen gerecht zu werden? (b) Wie soll das Bildungssystem entwickelt werden, damit es an Kohärenz gewinnt, die Voraussetzung ist für mehr individuelle und soziale Gerechtigkeit? (c) Wie soll man mit Diversität umgehen, wenn man sie als Quelle für Bereicherung begreift und gezielt für mehr individuellen und kollektiven Gewinn nutzen möchte? (d) Können institutionenübergreifende Curricula eine Perspektive für die Weiterentwicklung des Bildungssystems bieten? (e) Wie können Fachkräfte professionalisiert werden, damit sie den neuen Herausforderungen gerecht werden können? Eine Bildungsreform von unten nach oben wird verlangt, die institutionenübergreifende Bildungspläne entwirft und eine Lernortorientierung aufweist, die sich nicht bloßes Wissen, sondern die Stärkung kindlicher Entwicklung und kindlicher Kompetenzen zum Ziel gesetzt hat?
Zusätzlich wird der Didacta Verband mit einem Stand auf dem "Marktplatz" vertreten sein, auf dem Verlage, Institutionen und Dienstleiter der Bildungswirtschaft am 17. Oktober ihre Produkte präsentieren. Die Veranstaltung ist der Auftakt für eine enge Kooperation zwischen der Frankfurter Buchmesse und dem Didacta Verband. Ein Fokus wird dabei auf dem Bereich frühkindliche Bildung liegen.
Weitere Informationen: www.buchmesse.de/bildung
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