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GEW: "Faire Praktika: Arbeitgeber und Hochschulen sind gefordert"

Bildungsgewerkschaft unterstützt Forderungen der Praktikantinnen und Praktikanten

Mehr zu: Bologna-Prozess, Praktikum, Vergütung, Hochschule
Frankfurt a.M./Berlin , 09.10.2009 -

Aus Anlass der heutigen Aktionen von Praktikantinnen und Praktikanten hat die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) bessere Praktikumsbedingungen gefordert. "Die GEW setzt sich dafür ein, in die wissenschaftliche Ausbildung an Hochschulen auch praktische Anteile zu integrieren. In den Praktika muss es aber fair und gerecht zugehen", erklärte das für Hochschule und Forschung verantwortliche GEW-Vorstandsmitglied Andreas Keller.

"Wir fordern die Arbeitgeber auf, Praktikantinnen und Praktikanten nicht als kostenlose Arbeitskräfte zu missbrauchen. Sie haben Anspruch auf eine angemessene Vergütung, die Einhaltung arbeitsrechtlicher Standards und eine qualifizierte Betreuung", sagte Keller.

Auch die Hochschulen dürften sich nicht aus ihrer Verantwortung stehlen, betonte der GEW-Experte: "Die Hochschulen müssen in den Studienordnungen Zielsetzungen und Rahmenbedingungen für die Praktika definieren und deren Integration in die theoretische Ausbildung gewährleisten: durch eine angemessene Vor- und Nachbereitung sowie durch die Vergabe von Kreditpunkten (ECTS) für die im Praktikum erworbenen Qualifikationen."

Info: Der GEW-Landesverband Berlin und der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) unterstützen die Initiative der Praktikantinnen und Praktikanten für faire und gerechte Praktikumsbedingungen, die am Freitag zu einem Streik und einer Aktion in Berlin aufgerufen hat.

Weitere Informationen im Internet unter:

www.gew-berlin.de/19473.htm
www.dgb-jugend.de/studium/meldungen/wir_sind_mehr_wert

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