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Kampagne gegen Rechenstörungen bei Grundschülern

Berliner Fortbildungsinitiative zur Prävention von Rechenstörungen - 2000 Lehrer werden fortgebildet, um Kinder besser helfen zu können

Mehr zu: Berlin, Dyskalkulie, Grundschule, Lehrerbildung, Schule, Weiterbildung
Berlin, 16.10.2009 -

Als weitere Hilfe zur Verringerung von Rechenstörungen bei Berlins Schülerinnen und Schülern hat Senator Prof. Dr. E. Jürgen Zöllner eine verbindliche schuljahresbegleitende Fortbildungsmaßnahme für Lehrerinnen und Lehrer aller Berliner Grundschulen, die in der Schulanfangsphase Mathematik unterrichten, ins Leben gerufen. Da spätestens im Anfangsunterricht die Weichen für einen langfristigen Schulerfolg auch im mathematischen Bereich gestellt werden, richtet sich diese Fortbildungsmaßnahme an alle Lehrkräfte, die in der Schulanfangsphase der Berliner Grundschulen Mathematik unterrichten.

Senator Zöllner: "Die Fortbildungsinitiative ist ein effektives Mittel, um das Auftreten von Rechenschwäche bei Kindern dauerhaft zu vermeiden. Ziel ist es, die Qualität des mathematischen Anfangsunterrichts noch weiter zu verbessern."  

Organisatorisches:

Jede Grundschule stellt je nach Größe der Schule ein Team von 3 bis 5 Lehrkräften zusammen, das die Inhalte anschließend in den Fachkonferenzen der Schule weiter verbreitet.

Diese etwa 2.000 Lehrkräfte werden in zwei Jahren in Gruppen von etwa 25 Personen fortgebildet. Pro Schuljahr finden 40 ganztägige Fortbildungen und 40 Nachmittagsveranstaltungen statt.

Für jeden Teilnehmer gliedert sich die Fortbildung in drei Teile:

  • eine kompakte ganztägige Veranstaltung in der Zeitspanne von Oktober bis Januar,
  • begleitendes Weiterlernen mit vertiefenden Inhalten auf einer Onlineplattform
  • und eine Nachmittagsveranstaltung im letzten Drittel des Schuljahres.

Das Anmeldeformular ist allen Schulen mit Informationsschreiben zu den AV Rechenstörungen, Ort, Zeit und zuständigen Referenten der Veranstaltung im Juli 2009 zugegangen.

Die Veranstaltungsreihe hat am 7. Oktober 2009 mit den ersten beiden von insgesamt etwa 160 Fortbildungsterminen in zwei Schuljahren mit 80 ganztägigen Veranstaltungen und 80 Nachmittagsveranstaltungen begonnen.

Inhaltliche Schwerpunkte:

Das verfestigte zählende Rechnen gilt als Hauptsymptom für Rechenstörungen. Die Erarbeitung nichtzählender Rechenstrategien und die rechtzeitige Förderung der Überwindung bloßen Abzählrechnens sind die zentralen Gegenstände der Fortbildungsmaßnahme. Das Erkennen von zählenden Rechnern im Unterricht und im Zuge der individuellen Förderung gehören auch dazu. Inhalte sind daher, durch Veranschauungsmaterialien Rechenstrategien zu entwickeln und Unterstützungsbedarf schnell zu erkennen.

Weiterführende Informationen:

AV Rechenstörungen, Rechenstörungen als schulische Herausforderung - Handreichung zu den AV Rechenstörungen

Ansprechpartner

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