Philologenverband Baden-Württemberg
Zahl der Überstunden an Gymnasien weiter gestiegen!
Philologenverband Baden-Württemberg (PhV BW) sieht nach Meldungen von 82 Gymnasien seine Befürchtungen bestätigt - Lehrkräfte an Gymnasien leisten 13.200 Überstunden pro Woche – das sind über 1.500 Wochenstunden oder 11 Prozent mehr als im Vorjahr - Rund 1.400 Stunden fallen jede Woche im Pflichtbereich aus, etwa 700 Stunden weniger als im Vorjahr – Naturwissenschaften und Sport besonders stark betroffen
Mehr zu: Baden-Württemberg, Lehrerarbeitszeit, Sport, Unterrichtsversorgung, SchuleIn den ersten Wochen des neuen Schuljahres gingen beim Philologenverband Baden-Württemberg Meldungen zur Unterrichtsversorgung aus über 80 Gymnasien des Landes ein, die eine klare Tendenz erkennen lassen. So stieg im Vergleich zum Vorjahr die Anzahl der Überstunden an den Gymnasien noch einmal um 1.500 auf rund 13.200 pro Woche. Deutlich wurde auch, dass der Unterrichtsausfall im Pflichtbereich mit etwa 1.400 Stunden pro Woche nur etwa 700 Stunden unter dem des Vorjahres blieb. Eine ganze Reihe von Schulen meldet auch, dass dieser Stand nur durch Verpflichtung von Zusatzkräften wie beispielsweise Realschullehrern mit befristeten Verträgen erreicht werden könne, die in ein bis zwei Jahren wieder ausscheiden.
"Diese Rückmeldungen von 82 Gymnasien liefern das deutliche Signal, dass bei den vom Finanzministerium beabsichtigten Etatkürzungen der Schul- und Bildungsbereich ausgeklammert bleiben muss", so der Landesvorsitzende des Philologenverbandes Baden-Württemberg (PhV BW), Bernd Saur. "Über 13.000 wöchentlich geleistete Überstunden und rund 1.400 jede Woche im Pflichtbereich ausfallende Unterrichtsstunden lassen keine Einsparungen zu!"
Um die Bugwelle abzubauen und den Pflichtunterricht ohne Unterrichtsausfall zu gewährleisten, würden pro Gymnasium 1,4 Stellen benötigt.
PhV-Chef Saur: "Das bedeutet, dass zur Abdeckung der Unterrichtsversorgung in den nächsten Jahren noch rund 580 Lehrerstellen im Land gebraucht werden. Die Politik ist gefordert, alles zu unternehmen, um die personellen Engpässe im Schulbereich schnellstmöglich zu beseitigen."
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