FH Bielefeld, Uni Paderborn und Uni Duisburg-Essen erhalten je 100.000 Euro
Innovationsminister Pinkwart zeichnet drei Hochschulen in NRW für hervorragende Gleichstellungsarbeit aus
Mehr zu: Auszeichnungen, Fachhochschule, Gleichstellung, Nordrhein-Westfalen, Stipendien, HochschuleDas nordrhein-westfälische Innovationsministerium hat erstmal drei Hochschulen des Landes mit dem Genderpreis für "Geschlechtergerechte Hochschulkonzepte" ausgezeichnet. Die Universitäten Paderborn und Duisburg-Essen sowie die Fachhochschule Bielefeld überzeugten die Expertenjury mit ihren Konzepten zur Förderung von Frauen. Die drei Hochschulen erhalten für ihre hervorragende Gleichstellungsarbeit jeweils ein Preisgeld in Höhe von 100.000 Euro.
Minister Pinkwart "Mit dem Genderpreis zeichnen wir die Hochschulen aus, die Frauen innovative Karrierekonzepte in Forschung und Lehre bieten. Der Anteil der weiblichen Uni Absolventen liegt bereits über dem der männlichen Kommilitonen, aber in den universitären Spitzenpositionen gibt es Aufholbedarf. Die drei Preisträger zeigen dafür bereits vorbildliche Ansätze und erste Erfolge." Die Preisverleihung findet am 11. November 2009 um 14 Uhr auf Schloss Mickeln in Düsseldorf statt.
Die Jury, die sich aus Vertreterinnen der Gleichstellungspraxis, der Wissenschaftsorganisation, der Frauen- und Geschlechterforschung, der Gewerkschaften und der Studierenden zusammensetzte, berücksichtigte sowohl bereits erzielte Fortschritte im Bereich der Gleichstellung als auch Konzepte zur Verbesserung der Karrierechancen für Frauen. Dazu gehören beispielsweise Modelle zur besseren Vereinbarung von Familie und Beruf, Mentoren-Angebote oder spezielle Stipendienprogramme für Studentinnen und Doktorandinnen.
Das Konzept der FH Bielefeld zeichnet sich durch seine Geschlossenheit aus und fördert Frauen insbesondere in den MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik). Hinzu kommt die die gezielte Werbung von Frauen für Professuren. Beim Gleichstellungskonzept der Universität Paderborn hob die Jury den ganzheitlichen Ansatz von Promotionsstipendien im Bereich der Genderforschung bishin zur Nachwuchsförderung und der Unterstützung von Doktorandinnen und Post-Doktorandinnen hervor. Das Konzept der Universität Duisburg-Essen überzeugte die Jury dadurch, dass das Gender Mainstreaming eine Querschnittsfunktion an der Hochschule einnimmt und interdisziplinär integriert werden konnte.
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