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Letzte Änderung: 10.02.2012, 10:43
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Senator Prof. Dr. E. Jürgen Zöllner zur Stundenzahl an den Integrierten Sekundarschulen:

Durch "Profilstunden" mehr Eigenständigkeit und Schwerpunktsetzung der Schulen - Flächendeckende Einführung von Integrierten Sekundarschulen bedeutet mehr Investitionen und keine Sparmaßnahme

Mehr zu: Berlin, G8, Gesamtschule, Gymnasium, Hauptschule, Individuelle Förderung, Realschule, Sekundarschule, Unterrichtsversorgung, Schule
Berlin, 23.10.2009 -

Bildungssenator Prof. Dr. E. Jürgen Zöllner stellt in der Diskussion um die geplante Stundentafel der Integrierten Sekundarschule klar: "Durch die flexible Stundentafel kann auch an der Integrierten Sekundarschule mindestens die gleiche Anzahl von Stunden in Naturwissenschaften wie am Gymnasium unterrichtet werden."

Flexibles System bedeute nun, dass eine bestimmte Grundstundenzahl für die Fächer vorgegeben ist und die Schulen dann selbst entscheiden, auf welche Fächer und Lernbereiche sie die zusätzlich zur Verfügung gestellten "Profilstunden" verteilen. Bei der Integrierten Sekundarschule sind dies drei Wochenstunden pro Klasse. "Damit hat die einzelne Schule die Möglichkeit, sich ein eigenes Profil zu geben. Eltern, Lehrer und Schüler können an diesen Entscheidungen vor Ort in den Gremien mitwirken", erklärt Prof. Dr. E. Jürgen Zöllner das neue System. Das bedeute, dass etwa auch mehr Unter-richt in Naturwissenschaften möglich sei als bisher.

Hinzu kämen zusätzlich noch "Schülerarbeitsstunden", die besonders für die individuelle Förderung eingesetzt werden können. Diese stehen allen Integrierten Sekundarschulen zur Verfügung, während es sie bisher nur an Gesamtschulen, nicht aber an Real- und Hauptschulen gab. Senator Prof. Dr. E. Jürgen Zöllner: "Insgesamt kann damit mehr auf die Bedürfnisse der einzelnen Schülerinnen und Schüler eingegangen werden."

"Zur Wahrheit gehört auch, dass die Schüler der Integrierten Sekundarschule, die in der Regel in dreizehn statt zwölf Jahren zum Abitur führt, in der 11. Klasse (Einführungsphase) mindestens sechs Stunden in Naturwissenschaften zusätzlich unterrichtet werden, die es am Gymnasium nicht gibt", so der Senator. Durch die längere Zeit, die Schüler der Integrierten Sekundarschulen zur Schule gehen, sei es möglich, die Stunden über mehr Jahre zu verteilen und trotzdem eine hohe Qualität zu gewährleisten.

Senator Prof. Dr. Zöllner führt weiter aus, dass es durch die flächendeckende Einführung der Integrierten Sekundarschule als Ganztagsschule zusätzlich rund 23 Millionen Euro hauptsächlich für Personal jährlich in den Bildungsbereich fließen werden. Von einer Sparmaßnahme könne also keine Rede sein.

Zahlen und Hintergrund:

Die Stundentafel der Integrierten Sekundarschule beträgt in den Jahrgangsstufen 7 und 8 je 31 und in den Jahrgangsstufen 9 und 10 je 32 Wochenstunden. Zum Vergleich: Die Realschule und die Gesamtschule haben derzeit in den Jahrgangsstufen 7 bis 10 je 2 Wochenstunden mehr; die Hauptschule hat pro Jahrgangsstufe je eine Wochenstunde weniger als für die Integrierte Sekundarschule geplant.

Betrachtet man die Stundentafel der Realschule und der Gesamtschule vor der Schulzeitverkürzung auf 12 Jahre bis zum Abitur im Jahr 2006, umfasst die geplante Stundentafel der neuen Integrierten Sekundarschule in den Jahrgangsstufen 7 bis 8 jeweils zwei Wochenstunden mehr. Gegenüber der Realschule ist dies sogar auch in den Jahrgangsstufen 9 und 10 der Fall.

Das macht deutlich, dass an der Integrierten Sekundarschule, die ja in der Regel nach 13 Jahren zum Abitur führt, insgesamt mehr Unterrichtsstunden zur Verfügung stehen als vor der Schulzeitverkürzung.

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