Ministerium für Schule und Weiterbildung NRW
Ministerin Sommer: Ziel ist ein Elternrecht auf die Wahl des sonderpädagogischen Förderortes
Mehr zu: Elternrecht, Elternwille, Förderschule, Förderunterricht, Handikap, Heterogenität, Inklusion, Integration, Nordrhein-Westfalen, Statistik, SchuleEine zentrale Frage der von Ministerpräsident Jürgen Rüttgers eingesetzten Zukunftskommission im Bereich Schule dreht sich um die Weiterentwicklung der schulischen Förderung von Kindern und Jugendlichen mit Behinderungen. Auf Einladung von Schulministerin Barbara Sommer kamen heute Fachleute, Beteiligte von Schulen, Eltern und Initiativen, die Interessen von Kindern mit Behinderungen vertreten, zusammen. Mehr als 130 Teilnehmer diskutierten bei der Veranstaltung "Neue Wege in der sonderpädagogischen Förderung" in Köln mit der Ministerin.
Barbara Sommer: "Wir müssen grundsätzlich dazu kommen, ein Elternrecht auf Wahl des Förderortes für ihr Kind zu etablieren – entweder eine Förderschule oder eine allgemeine Schule in zumutbarer Entfernung. Damit stehen wir in Nordrhein-Westfalen vor einem Paradigmenwechsel." Die Ministerin betonte gleichzeitig: "Ich setze mich für die Inklusion an allgemeinen Schulen und für die Beibehaltung der Förderschulen ein. Nur so können wir den äußerst heterogenen Förderbedürfnissen der Kinder mit Behinderungen gerecht werden. Für mich ist allein das Kindeswohl entscheidend. Deshalb darf es hier kein Entweder-Oder geben, sondern nur ein Sowohl-als-auch!"
Im vergangenen Schuljahr 2008/09 besuchten fast 15 Prozent (14,6%) der Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf statt einer Förderschule eine allgemeine Schule. Damit ist die Integrationsquote gegenüber dem Schuljahr 2004/2005 (10,7%) um rund vier Prozentpunkte gestiegen. Entsprechend nahm die Zahl der Lehrerstellen für sonderpädagogische Förderung im gemeinsamen Unterricht von 959 Stellen auf 1.606 Stellen zu.
Es ist das Ziel der Landesregierung, das gemeinsame Lernen von Kindern mit und ohne sonderpädagogischen Förderbedarf weiter auszubauen. Erste Erfolge wurden bereits erzielt: Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf werden zunehmend in den Alltag allgemeiner Schulen integriert. Dies belegen Zahlen, die das Schulministerium für die Große Anfrage zur Situation der sonderpädagogischen Förderung in Nordrhein-Westfalen erhoben hat:
| 2008 | 2004 | 2000 | |
|---|---|---|---|
| S + S mit sonderpädagogischem Förderbedarf insgesamt | 126.257 | 122.989 | 108.119 |
| S + S mit sonderpädagogischem im Gemeinsamen Unterricht | 18.486 (14,6%) | 13.198 (10,7%) | 9.565 (8,8%) |
| S + S mit sonderpädagogischem Förderbedarf an Förderschulen | 107.771 (85,4%) | 109.791 (89,3%) | 98.554 (91,2%) |
Ministerin Sommer: "Ein wichtiger Baustein in der sonderpädagogischen Förderung ist die Einrichtung der Kompetenzzentren. Dieses Konzept soll vor Ort neue Gestaltungsmöglichkeiten eröffnen. Hierzu zählt vor allem eine wohnortnähere und präventive Förderung in den allgemeinen Schulen. Wir wollen mit den Kompetenzzentren neue Spielräume vor Ort öffnen. Wir geben den Kompetenzzentren einen großen pädagogischen Gestaltungsraum. Und ich bin überzeugt: Mit regionalen Gesamtkonzepten von sonderpädagogischer Förderung werden wir mehr Kinder in allgemeinen Schulen rechtzeitig fördern."
Ansprechpartner
Hochschule
Elixiere der Exzellenz
25.05.2012. (Deutsche Universitätszeitung) Sie sind die Zukunftshoffnung mancher Universitäten: die Institutes for Advanced Studies. Konzipiert als Kreativlabore der Spitzenforschung, leben einige von ihnen vom Geld der Exzellenzinitiative. Doch was wird, wenn diese Quelle im Jahr 2017 versiegt und der Bund ...Schule
Sitzen bleiben bringt nichts
25.05.2012. (red/ots) - In vielen Familien leuchtet in diesen Wochen die Alarmstufe Rot. Der Grund: Bald gibt es Zeugnisse - und bei manchen droht die "Ehrenrunde". Genau diese würde Klaus Wenzel gern abschaffen. Warum erklärt der Vorsitzende des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbandes im Interview mit ...Sonderthemen
Inklusionsfilm heute im Ersten
23.05.2012. (red/pm) Nach seiner erfolgreichen Ausstrahlung im vergangenen Dezember auf BR-alpha wird der Film INKLUSION – GEMEINSAM ANDERS nun auch im Ersten gezeigt, und zwar heute um 20:15 Uhr. Paul (Max von der Groeben) ist ein sportlicher, aber geistig leicht zurückgebliebener Junge. Steffi (Paula ...- „Von 1965 bis 1975 gab es den Deutschen Bildungsrat. Dieser wurde von den Politikern aufgelöst, als er zu fortschrittlich wurde ....“
- MRotermund zu Nationaler Bildungsrat gefordert
- „Sprachstandsfeststellung? Ok! Aber doch nicht so!“
- Philsmom zu Sprachtests in NRW: Es geht nicht um die Kinder
Aktuelle Lernhilfen
|
Aktuelle Lernhilfen finden
ein Service von lernklick.de
|







Interviews -



Newsletter
Feedback