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Pressemeldung
GEW Niedersachsen

Neue Bewegung in der Bildungspolitik

Proteste und Volksbegehren

Mehr zu: G8, Gesamtschule, Grundschule, Gymnasium, Niedersachsen, Schulträger, Volksbegehren, Schule
Hannover, 13.11.2009 -

"Es kommt wieder Bewegung in die Niedersächsische Bildungspolitik", freut sich Eberhard Brandt, Vorsitzender der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Niedersachsen über die von Eltern, Schülerinnen und Schülern und Pädagogen ausgehende Initiative, die am Freitag, den 13.11.2009 an die Öffentlichkeit getreten ist: "Ihre Ziele sind auch unsere Ziele!" Die GEW unterstütze die Initiative und alle weiteren Aktivitäten in den Städten und Gemeinden des Landes. "Wir suchen auch vor Ort die Verständigung auf gemeinsame Aktionen mit den Elternvertretungen und wollen das Schulangebot mit den kommunalen Schulträgern weiterentwickeln."

Brandt konstatiert einen wachsenden Widerspruch zwischen der Elternschaft sowie den Städten und Gemeinden zur Bildungspolitik des Landes. "Die Regierung bleibt bisher stur, während die Erwartungen an der Basis, auch bei der Wählerschaft der Regierungsparteien und bei den Kommunalpolitikern in Bewegung sind. Diesen Widerspruch greifen die Ziele des Volksbegehrens auf. Das bietet die Chance auf eine breite Resonanz."

Die Kinder in Gemeinden auf dem Lande dürften nicht länger benachteiligt werden. Sie müssten genauso Zugang zu neuen Gesamtschulen erhalten wie die Kinder in den Städten. Brandt fordert die Landesregierung auf, im Zuge der Novellierung der Verordnung zur Schulentwicklung die Mindestzügigkeit der Gesamtschulen wieder auf vier, Ausnahme: drei festzulegen. Schließlich habe Kultusministerin Heister-Neumann bei der Eröffnung der von Volkswagen eingerichteten 3. IGS in Wolfsburg das Schulkonzept außerordentlich gelobt. Diese IGS ist vierzügig bei 20 Schülerinnen und Schülern pro Klasse. "Was die Ministerin hier lobt, kann sie den staatlichen Schulen nicht verweigern!" fordert der GEW-Landesvorsitzende.

Das Turbo-Abitur habe sich an den Gymnasien als Flop erwiesen, bei den Gesamtschulen zerstöre es das integrative pädagogische Konzept. Deshalb unterstütze die GEW diese Forderungen ebenso wie die Forderungen nach dem Erhalt der Vollen Halbtagsgrundschule.

Alle Grundschulen brauchten eine bessere Ausstattung mit fest angestelltem pädagogischen Personal, mit Lehrkräften und sozialpädagogischen Fachkräften. Deshalb sei es wichtig, das bisher beste bestehende Grundschulmodell zu erhalten. "Für die Zukunft sollten wir über Ganztagsgrundschulen sprechen, die grundsätzlich integrativ arbeiten und mit Horten kombiniert sind. Diese Vorstellungen werden aktuell in verschiedenen Städten (Hannover, Lüneburg, Wolfsburg) entwickelt und vom Niedersächsischen Städtetag gefordert", so Eberhard Brandt.

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