Ministerium für Schule und Weiterbildung NRW
Modellprojekt zum Berufsschulunterricht wird landesweit ausgeweitet
Mehr zu: Berufsschule, Duale Ausbildung, Europa, Gesundheit, Nordrhein-Westfalen, Berufliche BildungUm die Anwesenheit von Auszubildenden in ihren Betrieben zu erhöhen und gleichzeitig die Qualität des Berufsschulunterrichtes durch Gesundheits- und Bewegungsangebote zu verbessern, startete vor drei Jahren der Modellversuch "Ganztagsberufsschule in der gesunden Schule" (GigS) zunächst an drei Berufskollegs; später beteiligten sich noch weitere zwölf Schulen. Heute treffen sich 150 Experten aus Wirtschaft, Schule und Verwaltung auf einer Abschlussveranstaltung im Recklinghausener Max-Born-Berufskolleg. Die Projektbeteiligten ziehen Bilanz und beleuchten die ersten Ergebnisse der wissenschaftlichen Evaluation, im Hinblick auf Schulen und auf Ausbildungsbetriebe.
Kernelement des Projekts war die Zusammenfassung des Berufsschulunterrichts auf einen Tag mit zehn Unterrichtsstunden. Zudem sollten die Bereiche Sport, Bewegung und Ernährung in den Schulalltag eingebunden werden, um die Anstrengungen auszugleichen und eine bessere Rhythmisierung des Schultags zu erreichen. Eine wissenschaftliche Evaluation von Prof. Detlef Buschfeld (Fachinstitut für Berufsbildung im Handwerk an der Universität zu Köln) und Prof. Dr. Claus G. Buhren (Institut für Schulsport und Schulentwicklung an der Sporthochschule Köln) bestätigt, dass die Auszubildenden der beteiligten Modell-Schulen dank gesunden Essens und Bewegung den längeren Berufsschultag konzentriert und motiviert bewältigen.
Schulministerin Barbara Sommer: "Wir wollen nun das erprobte Modell landesweit auf alle Berufskollegs ausweiten, bei denen die Voraussetzungen dazu gegeben sind. Damit erhöhen wir die Anwesenheitszeiten der Auszubildenden in den Betrieben, ohne das Unterrichtskontingent von 480 Jahresstunden zu unterschreiten. Das erhöht die Attraktivität der dualen Ausbildung für viele Betriebe ohne die Qualität der schulischen Ausbildung zu beeinträchtigen."
"Es freut uns sehr, dass das Handwerk in NRW dieses Projekt gutheißt, denn es ist auch ein erklärtes Ziel von GigS, die duale Ausbildung auch für kleinere Unternehmen attraktiv zu halten und so Unternehmen zu animieren, auch weiterhin jungen Menschen eine Berufsperspektive zu geben", erklärt Karl-Josef Laumann, Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen, dessen Haus das Projekt gemeinsam mit dem Europäischen Sozialfonds finanziert hat.
Umgesetzt wird "GigS" von der Stiftung Partner für Schule NRW und dem nordrheinwestfälischen Ministerium für Schule und Weiterbildung in Zusammenarbeit mit der Bezirksregierung Münster.
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