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Klare Mehrheit gegen unterschiedliche Lehrerbezahlung

FORSA-Meinungsumfrage im Auftrag des VBE

Mehr zu: Deutschland, Föderalismus, Gleichstellung, Personalvertretung, Schulstruktur, Statistik, Tarifvertrag, Vergütung, Schule
Berlin, 16.11.2009 -

71 Prozent der Bundesbürger sind gegen eine unterschiedliche Bezahlung der Lehrer nach Schularten. Das ist das Ergebnis einer aktuellen bundesweiten FORSA-Umfrage im Auftrag des VBE.

VBE-Bundesvorsitzender Udo Beckmann erklärte dazu auf der am Wochenende in Berlin stattfindenden Bundesversammlung des VBE: "Dass sich drei Viertel aller 18- bis 44-jährigen Bürger dafür aussprechen, Grundschullehrer den Lehrern an weiterführenden Schulen gleichzustellen, zeigt, dass in der Bundesrepublik eine klare Mehrheit altes Ständedenken ablehnt. Die demokratische Idee von der Gleichwertigkeit der Lehrerarbeit wird also längst von der Mehrheit der Bevölkerung unterstützt. Selbst unter unionsorientierten Bürgern, sowie über 60-Jährigen sprechen sich zwei Drittel für eine Gleichstellung der Grundschulkollegen in Ausbildung und Bezahlung aus. Das Denken der Bundesbürger ist damit deutlich moderner als das der Politik. Das Abstandsdenken ist passee."

"Wir erwarten", betont Beckmann, "dass die Politik endlich die Zeichen der Moderne umsetzt und sich dem tatsächlichen Anspruch ihrer Wähler stellt." Die Länder hätten durch die Föderalismusreform den Hut für Dienstrecht und Besoldung auf, so Beckmann, Sie wollten den Wettbewerb. Nun könnten sie beweisen, wer am besten die Gleichstellung der Lehrer in die Tat umsetze. Einen föderalen Wettbewerb in diesem Sinne halte der VBE für positiv. Mit Blick auf die aktuellen Tarifverhandlungen zur erstmaligen Eingruppierung tarifbeschäftigter Lehrer im öffentlichen Dienst unterstreicht der VBE-Bundesvorsitzende: "Der VBE sieht sich durch die FORSA-Umfrage darin bestärkt, für alle voll qualifizierten Lehrer an allen Schularten die grundständige Eingruppierung in die EG 14 zu fordern."

Weiter erklärt Beckmann: "Die Ergebnisse der FORSA-Umfrage machen auch die Praxis der Lehrerbildung zum alten Hut. Es ist höchste Zeit, dass in allen Bundesländern für jede Schulstufe gleichlange, gleichwertige universitäre Lehramtsstudiengänge verwirklicht werden, die mit einem Master mit 300 Leistungspunkten abgeschlossen werden." ­

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