Der Senator für Bildung und Wissenschaft Bremen
Bremen legt eigenes Landesprogramm zur gesunden Ernährung an Grundschulen auf
Verzicht auf Teilnahme am EU-Schulobstprogramm
Mehr zu: Bremen, Ernährung, Gesundheit, Schulobst, SchuleDas Land Bremen nimmt nicht am EU-Schulobstprogramm teil. Diese Entscheidung hat heute (17.11.2009) der Senat der Freien Hansestadt getroffen. Stattdessen wird Bremen ein eigenes Landesprogramm auflegen. Damit sollen Schulkonzepte für gesunde Ernährung in Grundschulen unterstützt werden. Bewerben können sich Grundschulen in sozial schwierigen Lagen: 19 Schulen in Bremen und fünf Schulen in Bremerhaven. 100.000 Euro stellt das Land dafür pro Jahr bereit.
Hintergrund: Die Teilnahme am EU-Schulobstprogramm wäre für Bremen unwirtschaftlich gewesen, weil der Kostenaufwand für die verwaltungsmäßige Abwicklung in keinem Verhältnis zum Nutzen gestanden hätte. Die Abrechnung solcher EU-Programme zur Steigerung des Agrarabsatzes wickeln Niedersachsen und Bremen gemeinsam ab. Das ist in einem Staatsvertrag festgelegt. Da Niedersachsen inzwischen bereits aus dem EU-Programm ausgestiegen ist, blieben für Bremen 167.500 Euro Verwaltungskosten im Jahr 2010 und 82.500 Euro ab 2011 zusätzlich zur anteiligen Finanzierung des EU-Programms in Höhe von 104.000 Euro übrig. Die EU würde sich mit insgesamt 112.640 Euro einbringen.
An dem Landesprogramm für gesunde Ernährung können sich in der Stadtgemeinde Bremen Grundschulen aus den Stadtteilen Tenever, Gröpelingen, Oslebshausen, Blumenthal, Lüssum, Grohn, Hemelingen, Neue Vahr und Huchting beteiligen. In Bremerhaven können sich Grundschulen aus den Stadtteilen Geestemünde, Lehe und Leherheide bewerben. Die Schulen sollen Konzepte zur Umsetzung des Programms für gesunde Ernährung in Grundschulen erarbeiten. Darin könnten folgende Punkte enthalten sein:
- Zusammenarbeit mit regionalen Händlern, Kooperation mit Initiativen und Vereinen im Stadtteil, zum Beispiel mit dem Kleingärtnerverband;
- Einbeziehung von Elterninitiativen;
- Konzeptionelle Verankerung im Schulleben wie gemeinsames gesundes Frühstück, Kochen mit Kindern, Besuch auf einem Bauernhof.
Bis zum März 2010 sollten die Schulen, die Interesse am Programm haben, ihre Konzepte einreichen. Beginn des Projektes ist dann der 1. August 2010.
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