Im gerade laufenden Verfahren der Stellenausschreibung ist es durch die Bezirksregierung Düsseldorf zu gravierenden Fehlern gekommen. Die Bezirksregierung hat wesentliche Angaben für die Beurteilung der Besetzungssituation nicht korrekt berücksichtigt. Daher waren die von der Bezirksregierung vorgenommenen Berechungen für die Einstellungsplanungen fehlerhaft.
Obwohl das Schulministerium die Bezirksregierung Düsseldorf frühzeitig darauf hingewiesen hatte, hat die Bezirksregierung gleichwohl Ausschreibungen freigegeben, die nicht der korrekten Berechnungsgrundlage entsprachen. Diese Fehlberechnungen belaufen sich auf ein Gesamtvolumen von rund 600 Stellen an Grund-, Haupt- und Realschulen im Regierungsbezirk Düsseldorf. Da es sich hierbei um bereits in den jeweiligen Schulformen besetzte Stellen handelt, können diese nun nicht wie angekündigt ausgeschrieben werden.
Schulministerin Barbara Sommer forderte Regierungspräsident Jürgen Büssow, der in einem Telefonat mit Staatssekretär Günter Winands die Verantwortung für das Handeln seiner Behörde übernommen hat, nun zu einem konsequenten Handeln auf: "Ich bedauere ausdrücklich, dass die Bezirksregierung Düsseldorf - trotz der hohen Informations- und Beratungsdichte durch das Ministerium - die sich abzeichnende Fehlsteuerung nicht frühzeitig korrigiert hat. Die durch diese Fehlsteuerung entstehenden Irritationen auf Schulebene kann ich gut nachvollziehen. Die Bezirksregierung muss nun dafür sorgen, dass den betroffenen Schulen keine Nachteile entstehen."
Angesichts der insgesamt bedarfsgerechten und ausreichenden Stellenausstattung der Schulen des Bezirks ist die Bezirksregierung heute nochmals aufgefordert worden, nun Sorge dafür zu tragen, dass Ungleichgewichte zwischen den Einzelschulen angemessen ausgeglichen werden. Das Schulministerium geht davon aus, dass in der Bezirksregierung Düsseldorf notwendige Maßnahmen ergriffen werden, damit eine Fehlsteuerung in der Unterrichtsversorgung künftig vermieden werden kann. Das Schulministerium wird die weitere Entwicklung intensiv beobachten, die Bezirksregierung beraten und ab nächster Woche Mitarbeiter in die zuständige Stelle der Bezirksregierung entsenden, die das weitere Verfahren begleiten.