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"Erwachsenenbildung muss stärker als bisher in den Mittelpunkt des Bildungssystems rücken"

Kultusministerin Henzler betont die Bedeutung Lebenslangen Lernens auf dem Jahresforum Hessencampus in Frankfurt

Mehr zu: Hessen, Lebenslanges Lernen, Volkshochschule, Weiterbildung
Wiesbaden / Frankfurt am Main, 30.11.2009 -

Die Initiative Hessencampus, mit der die Landesregierung die Erwachsenenbildung in Hessen fördern will, soll in den einzelnen hessischen Regionen weiter gestärkt werden. Das kündigte Kultusministerin Dorothea Henzler anlässlich des Jahresforums Hessencampus in der Deutschen Nationalbibliothek in Frankfurt an. „Der demographische Wandel macht es nötig, das Potenzial der älteren Beschäftigten verstärkt zu nutzen. Deshalb muss die Erwachsenenbildung stärker als bisher in den Mittelpunkt unseres Bildungssystems rücken. Das ist eine große Aufgabe der nächsten Jahrzehnte“, sagte Henzler.

Das Land stelle durch eine Anschubfinanzierung den Aufbau einer organisatorischen Grundstruktur sicher. „Hessen hat bislang mehr als sieben Millionen Euro Fördermittel in die nun beendete erste Aufbauphase investiert“, so Henzler. Am Ende der Aufbauphase von Hessencampus im Jahr 2013 werde das Land Hessen die Summe von 15 Millionen Euro investiert haben. „Dass wir vor dem Hintergrund der heutigen Haushaltssituation weiter investieren, ist ein Zeichen für den hohen politischen Stellenwert von Hessencampus“, betonte die Ministerin. Langfristig soll die Initiative Hessencampus sich durch eigene Einnahmen sowie aus Drittmitteln und Fördermitteln des Bundes und der EU finanzieren. Das Kultusministerium arbeite bereits an einem langfristigen Finanzierungskonzept, das mit allen Partnern intensiv besprochen werde.

In den inzwischen 16 aktiven Regionen sind ca. 150 Einrichtungen beteiligt, die insgesamt für mehr als 45.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer Bildung anbieten. „Wir wollen alle Bürgerinnen und Bürger in Hessen zum Weiterlernen und Neulernen motivieren und befähigen“, sagte die Ministerin. „Zu diesem Zweck wollen wir die regionale Verankerung des lebenslangen Lernens für Erwachsene nachhaltig sicherstellen und die Qualität der Bildungsprogramme weiter verbessern.“

Anfang 2007 wurde die „Erklärung zur Entwicklungspartnerschaft“ vom Hessischen Kultusministerium, den beteiligten Kreisen und Städten sowie von Bildungsakteuren unterschrieben. Die Entwicklungspartnerschaft selbst wird mehr als eine Vorform gemeinsamer staatlich-kommunaler Bildungsverantwortung verstanden. Sie zielt auf Verknüpfung von gewachsenen Strukturen und auf Bildung der fehlenden Elemente für das Lebensbegleitende Lernen. Mit der Einrichtung von Steuerungsgruppen, mit der regionalen Verankerung, der Entwicklung von Konzepten und der Erprobung von Leitprojekten entfaltet sich so ein neues Element im Bildungswesen.

Anlässlich des Jahresforums wurde auch eine Ausstellung konzipiert und heute erstmals gezeigt. Ausgangspunkt für das Konzept der Ausstellung ist die reichhaltige Vielfalt der hessischen Bildungslandschaft. Die inhaltlichen Hintergründe und Ziele des Hessencampus werden aus einer landesweiten „Hubschrauberperspektive“ verdeutlicht. Aus dieser Perspektive wird der Standort bestimmt und der aktuelle Stand des Hessencampus aufgezeigt. Über Kurzporträts der einzelnen unterschiedlich ausgeprägten Initiativen für Zentren Lebensbegleitenden Lernens erhalten Besucherinnen und Besucher Einblick in die konkreten Umsetzungen. Hier finden sich vielfältige regionale Ausprägungen des landesweiten Konzepts. Das Ganze steht den einzelnen Regionen als Wanderausstellung zur Verfügung.

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