Das richtige Verhalten in Sozialen Netzwerken
Neues Unterrichtsmodul der EU-Initiative "klicksafe"
Mehr zu: E-Learning, Europa, Jugendhilfe und Sozialarbeit, Jugendschutz, Kulturelle Bildung, Lehrerbildung, Medienkompetenz, Mobbing, Safer Internet Day, Unterrichtsmaterial, Werteerziehung, Schule"Social Communities – Ein Leben im Verzeichnis": Das neue kostenlose Unterrichtsmodul der EU-Initiative "klicksafe" liefert Pädagogen praxisbezogene Hilfestellungen und Arbeitsmaterialien sowie einen Einblick in jugendliche Lebenswelten.
Dass sich das Leben junger Menschen zunehmend im Netz abspielt, belegen die Zahlen: 76% der Mädchen im Alter von 12 bis 19 Jahren und 68% der Jungen halten sich täglich oder mehrmals in der Woche in Online Communities auf (JIM Studie 2009). Ihre Aktivität ist enorm: persönliche Daten werden häufig bedenkenlos veröffentlicht und auch ihr Privatleben wird anhand von Fotos und Videos oft für jedermann zugänglich gemacht. Allein auf einem deutschen sozialen Netzwerk nur für Schüler ist von einer durchschnittlichen Uploadzahl von einer halben Millionen Bildern täglich die Rede. Bei dieser Masse an Daten ist eine ausreichende Kontrolle der Inhalte kaum mehr möglich. Die Medienkompetenz-Initiative "klicksafe" macht außerdem darauf aufmerksam, dass vielen jungen Usern die Auswirkungen ihrer Online-Aktivität meist nicht klar sind. Unbewusst missbrauchen sie Persönlichkeitsrechte, wie beispielsweise das Recht am eigenen Bild, oder entwickeln sich im Netz zu "gläsernen Menschen" durch die Herausgabe persönlicher Daten.
Aufklärungsarbeit ist gefragt: Mit "Social Communities – Ein Leben im Verzeichnis" bietet "klicksafe" Lehrerinnen und Lehrer eine abwechslungsreiche Unterrichtseinheit zum Thema. Neben einem grundlegenden Überblick der bekanntesten Social Communities erfahren Pädagogen, wie Netzwerke im Internet aufgebaut sind und welche sich unter Jugendlichen besonderer Beliebtheit erfreuen. Zudem gibt es zahlreiche Informationen über rechtliche Fragen im Umgang mit den Neuen Medien sowie Vorschläge, wie Eltern aktiv in die Medienerziehung ihrer Kinder eingebunden werden können. Eine Reihe an Arbeitsblättern bietet die Möglichkeit, das Thema in den Unterricht einzubinden. Für die leicht verständlichen Einheiten ist eine Schulung oder Fortbildung nicht erforderlich.
Das Heft ist kostenlos und kann in gedruckter Fassung über die Informationsplattform www.klicksafe.de bestellt werden. Hier steht das Modul auch als pdf-Variante zum Download zur Verfügung.
klicksafe (www.klicksafe.de) ist ein Projekt im Safer Internet Programm der Europäischen Union für mehr Sicherheit im Internet. klicksafe wird gemeinsam von der Landeszentrale für Medien und Kommunikation (LMK) Rheinland-Pfalz (Projektkoordination) und der Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen (LfM) umgesetzt.
klicksafe ist Teil des Verbundes der deutschen Partner im Safer Internet Programm der Europäischen Union. Diesem gehören neben klicksafe die Internet-Hotlines internet-beschwerdestelle.de (durchgeführt von eco und FSM) und jugendschutz.net sowie das Kinder- und Jugendtelefon von Nummer gegen Kummer (Helpline) an.
Landeszentrale für Medien und Kommunikation (LMK) Rheinland-Pfalz
Dr. Joachim Kind
Tel.: 0621 - 5202-206
Landesanstalt für Medien NRW (LfM)
Dr. Peter Widlok
Tel.: 0211 – 77 007-141
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