GEW Bremen
Schulvereine und Betriebsräte fordern bessere Bedingungen für Pädagogische Mitarbeiterinnen an Schulen
Mehr zu: Bremen, Jugendhilfe und Sozialarbeit, Tarifvertrag, SchuleAuf Einladung der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) trafen sich Vertreter und Vertreterinnen von Schulvereinen, Schulleitungen, Betriebsräten von Beschäftigungsträgern und des Personalrat Schulen um die Situation der vielen Pädagogischen MitarbeiterInnen an den Schulen zu erörtern.
Als besonderes Problem wurden die oft unklaren, finanziell unzureichenden Beschäftigungs- und Entlohnungsbedingungen besonders (aber nicht nur) bei den Schulvereinen gesehen.
"Die Schulvereine schleusen das Geld der Bildungsbehörde nur durch", so ein Schulvereinvertreter, "aber die Arbeit und das Risiko haben wir!"
Daher forderte die Versammlung, dass alle Beschäftigten des Schulvereins direkt von der Senatorin für Bildung angestellt werden. "Schließlich gehört die Betreuung zur Kernaufgabe von Verlässlichen Grundschulen und Ganztagsschulen", kommentierte der GEW-Landessprecher Christian Gloede-Noweck.
Als Beschäftigungsträger in Bremer Schulen sollten nur Kooperationspartner anerkannt werden, die den für die Schulen gültigen Tarifvertrag verbindlich anwenden. Die tarifliche Bezahlung müsste daher auch für geringfügige Beschäftigte gelten.
Die ungewöhnliche Einigkeit von Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertretern setzte sich auch bei der Unterstützung der Forderung der Pädagogischen MitarbeiterInnen nach bezahlter, zusätzlicher Kooperationszeit für alle pädagogischen MitarbeiterInnen fort. Dies wurde als "unbedingt notwendig für die Qualität der Schule" gesehen.
Grundsätzlich wurde die Senatorin für Bildung von der Versammlung aufgefordert, die Finanzierung der Pädagogischen MitarbeiterInnen an Verlässlichen Grundschulen und Ganztagsschulen dem tatsächlichen Bedarf anzupassen, damit Beschäftigten auch seine angemessene Bezahlung erhielten.
"Die Finanzierung muss allen Beschäftigungsträgern ermöglichen, nicht nur eine angemessene tarifliche Bezahlung nach TVL auch in hohen Entgeltstufen und bei höheren Qualifikation zu leisten, sondern auch die Ausgaben für Kooperation, Krankheitsvertretung, Mehrarbeit, Fortbildung, Bildungsurlaub und Schwerbehindertenreduzierungen abzudecken", so der Beschluss der Runde.
Das gemeinsame Treffen bei der GEW wurde von allen nur als ein Anfang gesehen, um bessere Bedingungen durchzusetzen. Die Bildungssenatorin wird sich wohl auf einige Unruhe einrichten müssen.
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