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Doppelter Abiturjahrgang - noch viele Fragen offen

BLLV-Präsident Wenzel lobt Vorstoß Heubischs / "Junge Menschen dürfen keinerlei Benachteiligungen erfahren - egal welchen Weg sie nach dem Abitur einschlagen"

Mehr zu: Bayern, Doppelter Abiturjahrgang, G8, Gymnasium, Hochschulzugang, Schülerzahlen, Schule
München, 07.12.2009 -

Der Präsident des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbandes (BLLV), Klaus Wenzel, hat sich besorgt über die Tatsche geäußert, dass noch immer keine detaillierten Pläne zur Bewältigung des doppelten Abiturjahrgangs im Jahr 2011 vorliegen. Umso erfreulicher sei daher der Vorstoß von Wissenschaftsminister Wolfgang Heubisch zu bewerten, der heute Vormittag mit über 120 Gymnasiasten über die Herausforderungen für die bayerischen Hochschulen diskutieren will. "Die Tatsache, dass zwei Abiturjahrgänge die Schulen verlassen und auf die Hochschulen und den Ausbildungsmarkt drängen werden, darf für die jungen Menschen keinerlei Benachteiligungen zur Folge haben", betonte Wenzel.

Die Herausforderungen seien gewaltig, zumal Schätzungen über die tatsächlichen Zugänge an bayerische Universitäten sehr schwierig sind. Es gebe darüber hinaus aber noch andere, völlig offene Fragen, wie z. B. der Schaffung von ausreichendem Wohnraum für künftige Neustudenten oder der Bereitstellung von Praktikantenplätzen, die im Rahmen eines Studiums erforderlich sind. "Bei der Erarbeitung von Problemlösungsstrategien darf es aber nicht allein um Fragen der Bewältigung erhöhter Studentenzahlen gehen", stellte der BLLV-Präsident klar. "Die bayerischen Gymnasien müssen so ausgestattet sein, dass alle Schülerinnen und Schüler des doppelten Abiturjahrgangs bestmöglich zum Abschluss geführt werden können. Das bedeutet vor allem, den Schulen ausreichend Personal zur Verfügung zu stellen. Hier sehen wir noch massive Defizite, die zu Lasten der Schüler, aber auch der Lehrkräfte an Gymnasien gehen."

Wenzel wies außerdem darauf hin, "dass auch für all diejenigen verlässliche Lösungen geschaffen werden müssen, die nach dem Abitur eine berufsbezogene Ausbildung planen." Im Schnitt schlagen rund 20 bis 25 Prozent der Gymnasiasten nach bestandenem Abitur diesen Weg ein. "Niemand darf Nachteile erleiden. Egal für welchen Weg sich die Schulabgänger im Jahr 2011 entscheiden - sie haben ein Recht auf optimale Lern- und Arbeitsbedingungen." Gymnasien, Hochschulen und Ausbildungsmarkt brauchen daher rechtzeitig Unterstützung, die Bereitstellung der dafür erforderlichen finanziellen Mittel sollte selbstverständlich sein - "gerade für diejenigen, die diese schwierige Situation verursacht haben.

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