Verband Bildung und Erziehung e.V.
VBE zur Lehrerbezahlung: Aktionsbereitschaft der Lehrer zeigt Wirkung
Mehr zu: Bildungsausgaben, Bildungswesen, Tarifvertrag, Vergütung, Schule"Die Bereitschaft der 200.000 tarifbeschäftigten Lehrerinnen und Lehrer, ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen und bundesweit am 10.12. Protestmaßnahmen während der Unterrichtszeit durchzuführen, hat die Arbeitgeber gezwungen, ihre Verweigerungshaltung aufzugeben", erklärt VBE-Bundesvorsitzender Udo Beckmann aus Anlass der Tarifverhandlungsrunde mit der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) zur erstmaligen Eingruppierung tarifbeschäftigter Lehrkräfte im öffentlichen Dienst, die gestern stattfand.
Udo Beckmann unterstreicht: "Wir begrüßen, dass die Arbeitgeber sich konstruktiv gezeigt haben und es zwischen der dbb tarifunion, der Dachorganisation des VBE, und der GEW zu einem Einvernehmen gekommen ist, am 26./27.01. und 17./18.02.2010 in weiteren Runden die Eingruppierung der Lehrkräfte zu verhandeln. In NRW hatten bereits in einer Unterschriftenaktion über 30.000 Lehrkräfte die Forderungen der Lehrerorganisationen unterstützt."
Der VBE, der unter dem Dach der dbb tarifunion direkt mit am Verhandlungstisch sitzt, kämpft für eine verbesserte Bezahlung der Lehrkräfte nach Tarifvertrag. "Es kann nicht angehen, dass die tarifbeschäftigten Kolleginnen und Kollegen im Gegensatz zu allen anderen Arbeitnehmern im öffentlichen Dienst der Länder noch immer nach Arbeitgeberrichtlinien bezahlt werden", so Beckmann. "Arbeitgeber dürfen nicht weiterhin im Alleingang entscheiden, wie Lehrkräfte eingruppiert werden und was sie verdienen. Hier müssen endlich klare und gerechte Regeln für alle her." Dazu gehörten auch eine einheitliche Eingruppierung aller Lehrerinnen und Lehrer mit gleichwertiger Tätigkeit und wissenschaftlicher Qualifikation, eine einheitliche Bezahlung in Ost und West sowie die volle Anerkennung der Lehrerausbildungen der ehemaligen DDR, betont Beckmann.
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