Der gestern von der Kultusministerkonferenz bekannt gegebene Beschluss, die Koordination von PISA 2012 wieder in die Hände des Münchner Bildungsforschers Prof. Dr. Manfred Prenzel zu legen, ist vom Vorsitzenden des Bayerischen Philologenverbandes (bpv) Max Schmidt begrüßt worden:
"Diese Entscheidung ist natürlich zunächst einmal ein deutlicher Vertrauensbeweis für Prof. Dr. Prenzel, der für Deutschland bereits die PISA-Studien 2003 und 2006 verantwortlich begleitet hat. Sie ist aber ebenso eine schöne Bestätigung für TU Präsident Prof. Dr. Herrmann. Seine wegweisende Entscheidung, die TUM School of Education zu gründen, bedeutet für die Bildungsforschung und die hier angesiedelte Lehrerbildung für Gymnasial- und Berufsschullehrer offenbar einen über die Grenzen Bayerns weit hinausstrahlenden Schub. Als Vorsitzender des Bildungs- und Berufsverbandes, der die bayerische Gymnasiallehrerschaft vertritt, erhoffe ich mir von dieser KMK-Entscheidung langfristig positive Effekte für die Schüler- und die Lehrerschaft dieser Schulart. Ich bin zuversichtlich, dass die PISA-Daten noch klarere Hinweise auf die Stärken unserer bayerischen Schulen und Lehrkräfte liefern werden. Ich wünsche mir aber auch Fingerzeige, an welchen Stellen und mit welchen Mitteln wir unser gutes Schulsystem und die Lehrerbildung noch weiter optimieren sollten." Die Chancen auf eine ertragreiche Auswertung der PISA-Daten stehen laut Schmid auch deshalb besonders gut, weil gerade die TU München schon seit Jahren mit Unterstützung des Bayerischen Philologenverbandes über ein Netz von Kooperationsgymnasien verfüge, das im Vor- und Umfeld der PISA–Forschung wissenschaftlich genutzt werden könne. "Synergieeffekte anzustreben liegt bei diesen günstigen Ausgangsbedingungen doch nahe", sagte Schmidt abschließend.