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EU-Schulobstprogramm im Saarland erfolgreich gestartet

Weiterführung in 2010 sichergestellt

Mehr zu: Deutschland, Ernährung, Europa, Gesundheit, Saarland, Schulobst, Schule
Saarbrücken, 15.12.2009 -

Seit 16. November diesen Jahres erhalten rund 10.350 Schülerinnen an 71 saarländischen Schulen dreimal wöchentlich Obst und Gemüse aus dem EU-Schulobstprogramm. Umweltministerin Simone Peter und Bildungsminister Klaus Kessler nutzten die Landespressekonferenz am 15. Dezember für eine erste Bilanz.

"Das Saarland ist das einzige Bundesland, das bereits 2009 mit der Umsetzung des EU-Schulobstprogramms begonnen hat. Mit einer Beteiligung von rund einem Drittel der saarländischen Schulen bereits in der ersten Projektphase ist das Programm im Saarland erfolgreich gestartet", so Umweltministerin Simone Peter. "Derzeit prüfen wir die Rückmeldungen aus den Schulen, um die Umsetzung des Programms weiter zu verbessern."

Die Europäische Union fördert ausschließlich das Obst, das den Schülerinnen und Schülern zur Verfügung gestellt wird. "Die Beteiligung der Lehrerinnen und Lehrer an der Herrichtung und dem Verzehr des Obstes ist ein wichtiger Gesichtspunkt des pädagogischen Rahmenprogramms und wird künftig durch das Bildungsministerium sichergestellt", so Bildungsminister Klaus Kessler.

In diesem Jahr läuft das Schulobstprogramm bis zu den Weihnachtsferien. 2010 wird das Programm voraussichtlich in einer zweiten Projektphase ab April fortgesetzt. Dann können sich auch weitere interessierte Schulen beteiligen.

In diesem Zusammenhang wird auch die Möglichkeit geprüft, zukünftig verstärkt auf regionale Produkte aus ökologischem Anbau zurückzugreifen.

Hintergrund:

Das Schulobstprogramm richtet sich an Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 1-4. Insgesamt nehmen derzeit 61 Grundschulen mit 9943 Schülerinnen und Schülern in 473 Klassen und 10 Förderschulen mit 407 Schülerinnen und Schülern in 36 Klassen teil.

Der Fruchthändler beliefert die Schulen drei Mal pro Woche mit frischem, unverarbeitetem Obst und Gemüse (pro Kind jeweils 100 g). Die Schulen erhalten das Obst bzw. Gemüse klassenweise portioniert. In der Klasse wird es gemeinsam mit dem Lehrer gewaschen, zerteilt und verzehrt.

Der Fruchthändler ist gehalten, dafür zu sorgen, dass möglichst 10 % der gelieferten Ware nach der EU-Bio-Verordnung zertifiziert sind. Äpfel sollten je nach Verfügbarkeit aus der Region stammen. Die restliche Ware muss Qualität der Handelsklasse I aufweisen. Die Kosten des Obst bzw. Gemüses für die Kinder tragen die EU und das Umweltministerium (jeweils zu 50%), für die Schulen und die Schülerinnen und Schüler entstehen keine Kosten.

Mit der Verordnung EG Nr. 13/2009 des Rates vom 18.12.2008 und der Durchführungsverordnung VO EG Nr. 288/2009 der KOM vom 07.04.2009 hat die EU die rechtliche Möglichkeit geschaffen, ab dem Schuljahr 2009/2010 ein EU-Schulfruchtprogramm durchzuführen, bei dem die Gemeinschaftsbeihilfe maximal 50 % beträgt. In einem ersten Schritt war Deutschland ein Betrag von 12,5 Mio. Euro für das Schulfruchtprogramm zur Zuteilung auf die Bundesländer zur Verfügung gestellt worden.

Ziel des EU-Schulobstprogramms ist, Kinder durch regelmäßige Versorgung mit frischem Obst und Gemüse zu einer langfristigen Änderung in ihrem Ernährungsverhalten zu erziehen. Kurzfristig sind Effekte sind durch die kontinuierliche Vitaminversorgung während der Wintermonate zu erwarten. Langfristig und damit auch nachhaltig sollte sich die Änderung des Verzehrverhaltens auf die Gesundheit der Kinder positiv auswirken. Ein weiteres Ziel des EU-Programms ist es, die heimischen Agrarmärkte zu stärken. Denn eine nachhaltige Änderung des Verzehrsverhaltens kommt nicht zuletzt der heimischen Agrarproduktion zu Gute. Daher erfolgt die Förderung des Programms durch den Landwirtschaftsfonds der EU.

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