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Letzte Änderung: 10.02.2012, 10:44
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Schlafende Riesen wecken: Stifterverband stärkt Hochschulen als Weiterbildungspartner

Stifterverband: Weiterbildung muss auf die Bedürfnisse von Unternehmen und Mitarbeitern zugeschnitten werden

Mehr zu: Hochschullehre, Lebenslanges Lernen, Public Private Partnership, Weiterbildung, Weiterbildung, Hochschule
Essen, 16.12.2009 -

Mit einem gemeinsamen Modellprojekt wollen die Leuphana Universität Lüneburg und der Stifterverband die Zusammenarbeit von Hochschulen und Unternehmen im Bereich der Weiterbildung stärken. Ein hochrangig besetzter Expertenbeirat hat mit einem Positionspapier dazu jetzt den Startschuss gegeben.

Ziel des Programms ist es, modellhafte Lösungsansätze für mehr Qualität und Transparenz im Weiterbildungsangebot von Hochschulen zu erarbeiten. Eine breit angelegte Studie des Stifterverbandes im vergangenen Jahr hatte nämlich zutage gefördert, dass Unternehmen im Bereich der Weiterbildung gerne mehr mit Hochschulen zusammenarbeiten würden, als dies bislang der Fall ist, ihnen jedoch häufig der Überblick über geeignete Angebote und deren Qualität fehlt. Und die Hochschulen haben noch nicht das Potenzial erkannt, das sich ihnen in diesem Sektor bietet. Der Expertenbeirat charakterisiert sie deshalb in diesem Bereich als "schlafende Riesen".

An dieser Stelle setzt das Programm an. Hochschulen sollen sich künftig als Dienstleister begreifen und sich auf die Bedürfnisse einstellen, die Unternehmen in der Weiterbildung haben. Unternehmen erwarten, dass sie Auskunft über die Qualität der Hochschule als Weiterbildungsanbieter erhalten. Darüber hinaus muss der Erfolg von Weiterbildungsmaßnahmen auch messbar sein. Hierzu will die Leuphana Instrumente entwickeln, um sicherzustellen, dass das erlernte Wissen auch hilfreich in der Praxis angewendet werden kann. Und nicht zuletzt will das Programm mehr Markttransparenz schaffen, damit Unternehmen Weiterbildungsangebote besser finden und bewerten können.

Diese Fragestellungen sollen modellhaft an der Professional School der Leuphana Universität erforscht und Lösungsansätze erprobt werden, um sie im Anschluss auf andere Hochschulen übertragen zu können. Begleitet wird die Arbeit von einem Expertenbeirat mit Mitgliedern aus der Wirtschaft, vom Bundesministerium für Bildung und Forschung oder der Bundesagentur für Arbeit. Das Forschungsprogramm leitet Sabine Remdisch, Vizepräsidentin für Lebenslanges Lernen und Leiterin der Leuphana Professional School.

Weiterführende Informationen rund um das Thema Quartäre Bildung, das Positionspapier und den Expertenbeirat liefert die offizielle Website zum Programm unter www.quartaere-bildung.de.

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