Mediadaten | Impressum | Feedback | RSS | Mobil | Newsletter
Letzte Änderung: 09.02.2012, 18:25
  • Delicious_bw
  • Studivz_bw
  • Facebook_bw
  • Twitter_bw
  • Drucken-grau
  • Versenden-grau

"Mehr Mäuse für Junglehrer" mit Teilerfolg noch nicht zufrieden

Mehr zu: Bayern, Junglehrer, Lehrerbildung, Vergütung, Vorbereitungsdienst, Schule
München, 17.12.2009 -

ABJ - Vorsitzende Anja Lanzendörfer übergibt Ergebnis der Unterschriftenaktion "Mehr Mäuse für Junglehrer" im Bayerischen Landtag an dessen Präsidentin Barbara Stamm.

Nach dem Ende der im März gestarteten Unterschriftenaktion zur höheren Besoldung bayerischer Junglehrer übergab eine Delegation der Arbeitsgemeinschaft Bayerischer Junglehrer (ABJ) am gestrigen Mittwoch über 6000 Unterschriften an die Verantwortlichen im Bayerischen Landtag. Die ABJ vertritt die Interessen von rund 12.000 jungen Lehrkräften. Sie gehört dem Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverband (BLLV) an.

Die ehemalige ABJ - Vorsitzende Karin Leibl, unter deren Federführung die Aktion gestartet worden war, bezeichnete die Erhöhungen der Anwärterbezüge im März 2009 um 60 Euro und die weitere Aufstockung zum 1.März 2010 um 1,2 Prozent lediglich als einen Schritt in die richtige Richtung. "Angesichts der extrem hohen finanziellen Belastung von Lehramtsanwärtern ist eine weitere Anhebung der Bezüge unerlässlich", erklärte Leibl.

Zeitgleich mit den gesammelten Unterschriften wurde eine Petition an den Landtag übergeben. In ihr fordern die Junglehrer eine weitere Erhöhung der Besoldung, die Herausnahme eigenverantwortlichen Unterrichts aus der Stundenzuweisung und die weitere Verringerung von Angestelltenverträgen zugunsten von Planstellen.

Derzeit unterrichten in Bayern rund 10000 Referendare und Anwärter aller Schularten. Dafür erhalten sie zwischen 900 und 1200 Euro brutto im Monat. Dieser Betrag ist hinsichtlich der mit ihm verbundenen Arbeitsleistung nicht mehr gerechtfertigt. Referendare und Anwärter erteilen zwischen acht und 17 Stunden eigenverantwortlichen Unterricht in der Woche. Damit versorgt der Freistaat seine Schulen zum Billigtarif. Tausende voll ausgebildeter Lehrkräfte werden durch diese Praxis eingespart.

Es gehe allerdings nicht darum, den Anwärtern im Lehrberuf eine Sonderstellung bezüglich der Besoldung einzuräumen. Im Vergleich zu den anderen Anwärtern auf das Beamtenverhältnis in Bayern stehen die Junglehrer oftmals gezwungenermaßen vor hohen finanziellen Hürden. Nicht selten müssen Lehramtsanwärter während ihres Vorbereitungsdienstes mehrmals umziehen. Dazu kommen die Beschaffung von Unterrichtsmaterialien und die Einrichtung eines Arbeitszimmers. Diese Belastungen seien mit den aktuellen Bezügen nicht zu schultern, so Leibl weiter.

Auch Leibls Nachfolgerin Anja Lanzendörfer sieht in der Erhöhung der Anwärterbezüge eine Notwendigkeit. "Es kann nicht sein, dass Lehramtsanwärter oft gezwungen sind, ihren Lebensunterhalt durch zusätzliche Nebenjobs zu sichern", so die Landesvorsitzende der ABJ.

Um den Lehrberuf nicht an Attraktivität verlieren zu lassen, müssen die Bezüge den Anforderungen angepasst werden. Hierfür werde sich die ABJ weiterhin vehement einsetzen, versicherte Lanzendörfer.

Landtagspräsidentin Barbara Stamm konnte zwar aus "Amtsgründen" keine Zusagen machen, versicherte jedoch, dass die Bildungspolitik im Bayerischen Landtag immer ein zentrales Thema darstelle. Auch sei sie sich bewusst, dass in Zukunft die Lehrerbildung auf den Prüfstand gestellt werden müsse. Wenn es auch noch bis ins neue Jahr dauern wird, bis sich die politischen Entscheidungsträger mit der ABJ-Petition beschäftigen, so haben sich die Chancen auf "Mehr Mäuse für Junglehrer" seit Mittwoch doch wieder etwas erhöht.

Ansprechpartner

0 Kommentare (es gelten unsere Kommentarregeln)

Hinweis
  • Ein Enter führt zu Zeilenumbruch.
  • Hyperlinks bitte grundsätzlich mit "http://" beginnen (also z.B. http://bildungsklick.de/).
  • Kein HTML unterstützt.

Ihr Kommentar:

Ihr Name:
Ihre E-Mail-Adresse (wird nicht veröffentlicht):
Durch die Eintragung Ihrer E-Mail erkennen Sie die Kommentarregeln an.

74547d91a7d359fc434bdf306007d67a78eb14ac
Bitte den Text aus dem Bild eingeben:


MELDUNGEN AUS DEN RESSORTS

Sonderthemen

"Die Chancen einer weltweiten Lerngesellschaft"

09.02.2012. Unter dem Motto "Weltsprache Bildung" beteiligt sich das Goethe-Institut an der größten Bildungsfachmesse in Europa, der didacta in Hannover. Im Interview spricht Dr. Matthias Makowski, Leiter der Abteilung Sprache des Goethe-Instituts, über multimedial vernetztes Lernen und Lehren im Zeitalter ...

Schule

Österreich: Fortgesetzte Reformen wichtig für Qualität und Chancengleichheit in Bildung

Paris/Berlin, 09.02.2012. Die Leistungen österreichischer Schüler hängen stärker von der sozialen Herkunft ab als in vielen anderen Industrieländern. Der heute veröffentlichte OECD-Bericht "Equity and Quality in Education: Supporting Disadvantaged Students and Schools" appelliert daher, bereits begonnene Reformen ...

Kindergarten / Vorschule

EU-Kommission rügt deutsches Betreuungsgeld

03.02.2012. (dpa) – Die EU-Kommission rügt die deutschen Pläne zur Einführung eines Betreuungsgeldes. "Die EU-Kommission ist überrascht zu erfahren, dass es Ideen gibt, Frauen zu ermutigen, zu Hause zu bleiben", sagte die Sprecherin von EU-Sozialkommissar Laszlo Andor am 1. Februar in Brüssel. "Es gibt ...
in

Elementarbereich NRW | Medienschau Bildung

NEU bei didacta-bildungsklick.tv: CookUOS 2011/12

ANZEIGEN

Society in Science unterstützt postdoc Studenten überall auf der Welt. Unser Ziel ist Förderung der Forscher/innen.
ANZEIGE
Aktuelle Kommentare
Ein Tag Ein Preis Ein Deal. Marken-Schulranzen bis zu unglaublichen 80% reduziert. Scout, McNeill, Espri... und vieles mehr.
ANZEIGE
Unser Partner in Österreich
Bildungaktuell
Das eMagazin für Management, Personalwesen und Weiterbildung