Freie Demokratische Partei
CANEL: Die Sechsjährige Grundschule ist kein Erfolgsmodell
Mehr zu: Grundschule, Hamburg, Primarschule, SchuleZu den Äußerungen des Hamburger Bürgermeisters Ole von Beust zur Verlängerung der vierjährigen Grundschulzeit erklärt die Berichterstatterin für Schulpolitik der FDP-Bundestagsfraktion Sylvia CANEL:
Grundsätzlich ist die sechsjährige Grundschule kein Erfolgsmodell. Was Ole von Beust unter dem Mantel eines neuen pädagogischen Profils versucht zu verkaufen, ist ein fauler Hamburger Koalitionskompromiss. Nach der letzten Bürgerschaftswahl wollte die GAL die neunjährige Einheitsschule und die CDU vier Grundschuljahre – da traf man sich in der Mitte bei sechs Jahren.
Es gibt keine einzige wissenschaftliche Arbeit, die nachweisen kann, dass die Verlängerung der Grundschulzeit allen Kindern eine bessere Schulausbildung bietet. Die Zwangseinführung der sechsjährigen Grundschule, wie sie Ole von Beust befürwortet, zerschlägt gewachsene Schulprofile, kürzt die gymnasiale Ausbildung um zwei Jahre und verlagert Schulprobleme in höhere Klassen, statt sie aktiv durch individuelle und frühzeitige Förderung zu beheben. Die FDP lehnt deshalb den "Hamburger Weg" ab.
Liberale Schulpolitik steht für die Vielfalt des schulischen Angebots, für die Selbständigkeit der Schulen und eine klare Fokussierung auf die Qualität im Klassenzimmer. Dabei soll das Bildungssystem flexibel und durchlässig, und der Übergang von Schülerinnen und Schülern nach der vierten Jahrgangsstufe auf ein Gymnasium weiterhin möglich sein. Zum Vorteil der Schüler sollte in Hamburg eine Einigung über die bevorstehende Schulreform erzielt werden können, die nicht zum Inhalt hat, die Gymnasien grundlegend zu benachteiligen und langfristig abzuschaffen.
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