Ministerium für Bildung des Saarlandes
Schule auf dem Weg vom Lernort zum Lebensort
Mehr zu: Ganztagsschule, Individuelle Förderung, Realschule, SaarlandBildungsminister Klaus Kessler hat heute die Erweiterte Realschule St. Wendel besucht. Die Schule bietet bereits im zweiten Jahr eine so genannte rhythmisierte Ganztagsklasse an und gehört damit saarlandweit zu den ersten Schulen mit einer solchen Ganztagsklasse.
Bildungsminister Kessler begrüßte die Initiative der Lehrerinnen und Lehrer, Eltern und Schüler der ERS St. Wendel, moderne Organisationskonzepte in den Schulalltag zu integrieren: "Flexible Unterrichtsgestaltung und individuelle Förderung sind Konzepte eines modernen Unterrichts. Die ERS St. Wendel ist damit für die Zukunft gut aufgestellt". Gleichzeitig erinnerte der Minister daran, dass sich die Koalitionspartner auf den Ausbau so genannter gebundener ganztagsschulischer Angebote verständigt haben. In diesem Zusammenhang ist es für ihn wichtig, die Erfahrungen zu nutzen, die unter anderem an der ERS St. Wendel gemacht werden. Er stellte aber auch klar, dass an der Wahlfreiheit für Eltern und Schüler zwischen Halbtags- und Ganztagsangeboten festgehalten wird.
Die ERS St. Wendel nimmt als einzige Erweiterte Realschule im Landkreis St. Wendel am Modellversuch "Selbständige Schule" teil. In diesem Rahmen hatte das Kollegium nach neuen Wegen gesucht. Einstimmig hatte sich die Schulkonferenz vor knapp zwei Jahren für einen pädagogischen Wandel ausgesprochen und an der Schule eine gebundene Ganztagsklasse eingerichtet. "Wir wollen mehr Zeit haben für die Kinder, mehr Lernzeit, aber auch mehr Zeit zum Spielen, zum Üben und vor allem mehr Zeit, damit die Schüler zusammen ihre Hausaufgaben machen und sich gegenseitig unterstützen und helfen", so beschreibt Schulleiter Karl Burger das Konzept.
In Ganztagsklassen wird der Unterricht auf den Vor- und Nachmittag verteilt. Dabei wird auf den Biorhythmus der Kinder Rücksicht genommen. Anspannungs- und Leistungsphasen wechseln mit Entspannungs- und Erholungsphasen ab. Eine längere Mittagspause mit Mittagessen und Freizeit- und Erholungsaktivitäten schafft die Voraussetzungen für ein erfolgreiches Weiterlernen am Nachmittag. Die ersten Erfahrungen bestätigen Untersuchungen, die man bereits andernorts angestellt hat.
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