Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung
Zöllner: Schulstrukturreform ist alternativlos und kann zum Vorbild werden
Mehr zu: Berlin, Deutschland, Gemeinschaftsschule, Grundschule, Gymnasium, Schulstruktur, Sekundarschule, SchuleBildungssenator Zöllner hat in seiner Rede zur Abstimmung über die Schulstrukturreform im Berliner Abgeordnetenhaus hervorgehoben, dass der Weg zur Verbesserung der individuellen Förderung - wie sie die Berliner Schulreform betont - alternativlos ist.
Zöllner führte in seinem Redebeitrag aus, dass die Einführung der Integrierten Sekundarschulen als alleinige Schulart neben dem Gymnasium die Möglichkeit zu mehr gemeinsamen Lernen bei gleichzeitiger besserer Berücksichtigung des einzelnen Schülers bedeute. Die flächendeckende Umwandlung zu Ganztagsschulen und die möglichst intensive und frühzeitige Berufsvorbereitung in den Schulen sei dabei auch ein wichtiger Schritt der Integration und Herstellung von mehr Chancengerechtigkeit.
Zöllner wörtlich: "Noch immer bestimmt allzu oft die soziale Herkunft über den Bildungserfolg eines jungen Menschen. Ich glaube, dass es möglich ist und möglich sein muss, die Leistungsfähigkeit aller Schülerinnen und Schüler zu steigern."
Der 13jährige Weg zum Abitur sei die richtige Antwort, um möglichst vielen Schülerinnen und Schülern eine Chance auf diesen höchsten schulischen Bildungsabschluss zu geben, wobei die Bedeutung des bewährten Gymnasiums mit seinem um ein Jahr kürzeren Weg unbestritten sei.
Zöllner: "Ich sehe unter unseren Schülern nicht eine Generation von Verweigerern oder Chancenlosen. Es gilt aber Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund, aber auch solche aus deutschen, sozial benachteiligten Familien besser zu fördern und ihnen einen sozialen Aufstieg durch eine gute Bildung zu ermöglichen.
Zöllner weiter: "Wir müssen aber gerade auch diejenigen Schülerinnen und Schüler im Blick haben, die bislang keinen Abschluss erreichen und denen Brüche in ihren Schullaufbahnen drohen. Motivation, einen Abschluss zu erreichen, ist wesentlich. Die guten Beispiele, die Schule und Praxisorientierung verknüpfen, zeigen, dass Schüler, die ihre Chance für eine Ausbildung sehen, auch bereit sind, etwas dafür zu tun."
Der Bildungssenator sagte, dass die Schulreform die richtige Antwort auf die Herausforderungen der Stadt seien: "Moderne und gute Schulen integrieren in ihren Konzepten die Lebenswirklichkeiten ihrer Schülerinnen und Schüler. Nicht selten sind beide Elternteile berufstätig. Zu viele Jugendliche kommen aus sozial-benachteiligten Familien. Immer mehr Jugendliche wachsen getrennt von einem Elternteil auf. Die Lebensumstände sind geradezu bunt, nicht selten problematisch. Die Akzeptanz der Integrierten Sekundarschule wird davon abhängen, ob Eltern Vertrauen in diese Schule gewinnen, ob sie überzeugt davon sind, dass diese Schulen ihren Kindern alle Perspektiven bieten, und ob ihre Kinder in dieser Schule optimale Förderung erhalten.
Zöllner warnte davor in Berlin rückwärtsgewandte Schulmodelle, die das Trennende zwischen den Schülern betonten, unter dem Motto: "Zurück in die fünfziger Jahre der alten Bundesrepublik", wiederzubeleben.
Mit Blick auf das schwarz-grüne Schulmodell in Hamburg, dass ähnliche Ziele wie der rot-rote Berliner Senat verfolge, sagte Zöllner, dass er die Tendenz zur Aufhebung der alten Dreigliedrigkeit, die auch Hamburgs CDU-Bürgermeister Beust noch einmal unterstrichen habe, ausdrücklich teile. Allerdings sei im Unterschied zu Hamburg in Berlin der Elternwille bei der Auswahl der Schulart, auf die ein Kind nach der siebenten Klasse gehen solle, ausschlaggebend. Die Berliner Schulstrukturreform könne zum Vorbild werden.
Ansprechpartner
Sonderthemen
"Die Chancen einer weltweiten Lerngesellschaft"
09.02.2012. Unter dem Motto "Weltsprache Bildung" beteiligt sich das Goethe-Institut an der größten Bildungsfachmesse in Europa, der didacta in Hannover. Im Interview spricht Dr. Matthias Makowski, Leiter der Abteilung Sprache des Goethe-Instituts, über multimedial vernetztes Lernen und Lehren im Zeitalter ...Schule
Österreich: Fortgesetzte Reformen wichtig für Qualität und Chancengleichheit in Bildung
Paris/Berlin, 09.02.2012. Die Leistungen österreichischer Schüler hängen stärker von der sozialen Herkunft ab als in vielen anderen Industrieländern. Der heute veröffentlichte OECD-Bericht "Equity and Quality in Education: Supporting Disadvantaged Students and Schools" appelliert daher, bereits begonnene Reformen ...Kindergarten / Vorschule
EU-Kommission rügt deutsches Betreuungsgeld
03.02.2012. (dpa) – Die EU-Kommission rügt die deutschen Pläne zur Einführung eines Betreuungsgeldes. "Die EU-Kommission ist überrascht zu erfahren, dass es Ideen gibt, Frauen zu ermutigen, zu Hause zu bleiben", sagte die Sprecherin von EU-Sozialkommissar Laszlo Andor am 1. Februar in Brüssel. "Es gibt ...- „Das Ipad in der Schule wird die Art des Unterrichtens revolutionieren und sicher Lehrern wie Schülern Spaß machen.“
- D. Helmerich zu Schulbücher in USA auf dem iPad
- „Sprachstandsfeststellung? Ok! Aber doch nicht so!“
- Philsmom zu Sprachtests in NRW: Es geht nicht um die Kinder
Aktuelle Lernhilfen
|
Aktuelle Lernhilfen finden
ein Service von lernklick.de
|










didacta - die Bildungsmesse



Newsletter
Feedback