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Heister-Neumann: "Berufsorientierter Bildungsweg wird gestärkt" Verzahnung mit dem berufsbildenden Schulwesen

Niedersachsen Vorreiter - andere Länder interessiert

Mehr zu: Berufsorientierung, Deutschland, Durchlässigkeit, Europa, Fachoberschule, Hauptschule, Niedersachsen, Realschule, Schulgesetz, Zeugnis, Berufliche Bildung, Schule
Hannover, 22.01.2010 -

Im Juni 2009 hat der Landtag mit der Änderung des Schulgesetzes die Stärkung der Berufsorientierung der Haupt- und Realschulen beschlossen. Kultusministerin Elisabeth Heister-Neumann teilte mit, dass die Entwürfe zur Umsetzung in der Anhörung sind. "Mit der Stärkung der Berufsorientierung sichern wir die Zukunftschancen unserer Kinder. Der berufsorientierte Weg zur Ausbildung oder zum Studium wird durch die Verzahnung der Hauptschulen mit den berufsbildenden Schulen und der Profilbildung an den Realschulen weiter ausgebaut. Es gilt: Kein Abschluss ohne Anschluss", sagte Heister-Neumann.

Drei wesentliche Elemente sollen zum nächsten Schuljahr in Kraft treten. Die Hauptschulen erhalten die Möglichkeit zur stärkeren Berufsorientierung bis hin zur beruflichen Bildung. Hierbei werden unter anderem Zertifikate über die erworbenen berufsspezifischen Qualifikationen als Ergänzung zum Zeugnis aufgenommen. Eine der Möglichkeiten ist das Modell der KGS Neustadt, das im vergangenen Jahr vom Bundespräsidenten als Deutschlands ausbildungsfreundlichste Schule ausgezeichnet wurde. Seit der Änderung des Schulgesetzes informieren sich immer mehr Länder in der Schule über das erfolgreiche Modell. Auch die Vorstellung in Brüssel durch Ministerin Heister-Neumann zeigte erhebliches Interesse auf europäischer Ebene, da es gelingt, dass nahezu jeder Schüler einen Abschluss erreicht.

Realschulen sollen in der neunten und zehnten Klasse mindestens zwei Schwerpunkte aus den Bereichen Fremdsprachen, Wirtschaft, Technik oder Gesundheit und Soziales anbieten. "Hiermit wird eine gezielte Vorbereitung für das Fachgymnasium ermöglicht", sagte Heister-Neumann. "Die Hochschulzugangsberechtigung kann in Niedersachsen über den gymnasialen Weg ebenso wie über die eher berufsorientierte Schullaufbahn erreicht werden." Die Chancen sind vielfältig: Der direkte Weg zum Gymnasium, Fachgymnasium, Fachoberschulen, oder künftig auch über eine Ausbildung mit anschließender Berufstätigkeit. "Die Tür zum Studium steht in Niedersachsen auf vielen Wegen offen", sagte Heister-Neumann.

Zur Sicherung kleiner Schulstandorte werden die Möglichkeiten für zusammengefasste Haupt- und Realschulen erweitert. Hierzu kann gemeinsamer Unterricht in den Klassen fünf bis acht, mit Ausnahme der Kernfächer Deutsch, Mathematik und der ersten Fremdsprache erfolgen. Zur Vermeidung von jahrgangsübergreifendem Unterricht können auf Antrag auch andere Formen der Differenzierung in Kernfächern erfolgen.

Bis zum 26.02.2010 haben die Verbände Gelegenheit, Stellung zu den Entwürfen zu nehmen.

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