"Wichtige Schritte und gute inhaltliche Ansätze" erkennt der Vorsitzende des Bayerischen Realschullehrerverbandes (brlv), Anton Huber, im Innovationspapier der FDP-Fraktion "Chancen schaffen - Bayern erneuern", das am 21.01.2010 im Rahmen der Klausurtagung im Kloster Benediktbeuern vorgestellt wurde.
Huber stellt fest, dass sich viele der im Papier angesprochenen Punkte mit den Vorstellungen des Bayerischen Realschullehrerverbandes decken. Die Initiative zur qualitativen Weiterentwicklung der Bayerischen Realschule (Realschule 21) und das Innovationspapier der FDP zeigen inhaltliche Übereinstimmung, z. B. bei der Unterstützung der mathematisch-naturwissenschaftlichen Kompetenzförderung in den sogenannten MINT-Fächern, bei der frühkindlichen und vorschulischen Förderung, der Förderung der Eigenständigkeit der Schulen und der Verbesserung der Ganztagesangebote.
Individuelle Förderung und spezifische Fördermöglichkeiten können Schülerinnen und Schülern helfen, ihre Chancen in der differenzierten und effizienten bayerischen Schullandschaft wirkungsvoll wahrzunehmen. Dieser Gedanke, der sowohl von der FDP-Fraktion in ihrem Innovationspapier als auch vom brlv vertreten wird, biete eine gute Grundlage für einen weiteren fruchtbaren Gedankenaustausch, so Anton Huber.
Kritisch bemerkt Huber jedoch, dass es sehr wichtig sei, für die Zukunft bedarfsorientierte Angebote zu schaffen, die auf die regionalen Besonderheiten und den individuellen Förderbedarf sowie auf das Leistungsvermögen der Heranwachsenden Rücksicht nehmen. Pauschalrezepte, zum Beispiel im Bereich der gebundenen Ganztagsbetreuung, helfen laut Huber nicht weiter.