Kultusminister Spaenle: Interview wurde bewusst missverstanden
Mehr zu: Baden-Württemberg, Bayern, Hauptschule, Mittelschule, Schulstruktur, Spaenle, Schule"Die Hauptschule ist eine zentrale Basis des differenzierten Bildungswesens in Bayern, an der die Schüler stark berufsorientiert ausgebildet werden und hohe Leistungen erreichen". Mit dieser Aussage weist Bayerns Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle den Vorwurf des Vereins katholischer deutscher Lehrerinnen in dessen PM vom 27. Januar zurück, dass Dr. Spaenle behauptet habe, die Hauptschule sei ein Angebot, das sich speziell an Migranten richtet. Minister Spaenle betont immer wieder, dass die Hauptschulen und die Hauptschüler sehr gute Leistungen erbringen. Die Anerkennung der Hauptschullehrkräfte unterstrich er u.a. dadurch, dass die besonders motivierte und engagierte Hauptschullehrkräfte ohne besondere Funktionsämter seit dem Schuljahr 2009/2010 von der Besoldungsgruppe A12 bis in die A13 aufsteigen können.
Die Meldung der Agentur ddp gibt offensichtlich nur verkürzt das Interview von Minister Spaenle in der Tageszeitung "taz" wieder. Die Originalaussage wurde bewusst missverstanden und sinnentstellend verkürzt..
Hier hatte Minister Spaenle in Beantwortung verschiedener Fragen, die zur Hauptschule und in deren Weiterentwicklung zur Mittelschule, betont:
"Wir setzen mit der Mittelschule auf einen Anreizprozess: Wir wollen einen weiterentwickelten mittleren Abschluss anbieten und zusätzliche Förderelemente flächendeckend zur Geltung bringen. Jede Mittelschule hat Ganztagsangebote."
"Wenn ich mir die Hauptschulen in Ballungszentren anschaue, sehe ich es als zentralen bildungspolitischen Auftrag für diese Schulart, dass sie unseren Schülerinnen und Schülern ein niederschwelliges Bildungsangebot macht, das auch zu weiterführenden Abschlüssen führt. Gerade für Jugendliche mit Migrationshintergrund."
"Wir wollen den Anteil derer (der Jugendlichen mit Migrationshintergrund), die auf anderen weiterführenden Schulen ihren Weg nehmen, steigern. Gleichzeitig verbessern wir die Schulart, die im Moment noch für gut die Hälfte der Jugendlichen mit Migrationshintergrund die Bildungsheimat ist:"
Der kritischen Feststellung der Zeitung taz über eine mangelnde Leistungsniveau der Hauptschüler in einer Fragestellung hat Minister Spaenle klar widersprochen: "Ihre Einschätzung von der Leistungsfähigkeit unserer Hauptschüler ist sicherlich falsch."
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