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forsa-Umfrage: Große Mehrheit der Baden-Württemberger befürwortet mehr Investitionen in die Bildung, aber kaum ein Befragter kann konkrete bildungspolitische Maßnahmen benennen

Über 1500 Personen im Januar in Baden-Württemberg befragt

Mehr zu: Baden-Württemberg, Bildungsausgaben, Hauptschule, Statistik, Werkrealschule, Sonderthemen, Kindergarten / Vorschule, Schule, Berufliche Bildung, Hochschule
Stuttgart, 01.02.2010 -

Das Thema Bildung hat unter den Bürgerinnen und Bürgern in Baden-Württemberg einen besonders hohen Stellenwert. Eine repräsentative forsa-Umfrage im Auftrag des Kultusministeriums vom Januar 2010 ergab, dass 84 Prozent, also eine große Mehrheit der Bevölkerung, Investitionen im Bildungsbereich für besonders wichtig hält. Bildung steht damit klar vor den Bereichen Umwelt (69 Prozent), Gesundheit (69 Prozent) Arbeit und Soziales (67 Prozent) sowie Wirtschaft (52 Prozent). Forsa hat 1010 Bürger ab 14 Jahren sowie zusätzlich 500 Eltern von Kindern, die zurzeit eine Schule besuchen (insgesamt 736 Eltern), in Baden-Württemberg befragt. Eine Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger (51 Prozent) stuft darüber hinaus die Bedeutung der vorschulischen Förderung für die spätere Entwicklung der Kinder als sehr wichtig ein, weitere 33 Prozent halten sie für wichtig. 13 Prozent halten die vorschulische Förderung von Kindern für weniger wichtig und nur 3 Prozent der Befragten für überhaupt nicht wichtig.

Beruflicher Schwerpunkt der neuen Werkrealschule stößt auf breite Zustimmung
Auf die Frage, ob in der Hauptschule mehr Berufsbildung vermittelt werden sollte, antworten 78 Prozent der Befragten mit ja, nur 14 Prozent sind nicht dieser Ansicht. Dies zeigt, dass die Maßnahmen der Qualitätsoffensive Bildung, die das Kultusministerium im Jahr 2008 auf den Weg gebracht hat, aus Sicht der Bevölkerung in die richtige Richtung gehen. Mit der Qualitätsoffensive Bildung sind Investitionen von insgesamt 530 Millionen Euro in verschiedene Bereiche des Bildungssystems verbunden. Zu den wichtigsten Maßnahmen gehören die Schaffung kleinerer Klassen an den Schulen, die Stärkung von Lehrkräften und Schulleitungen, der Ausbau der Ausbildungskapazitäten für Erzieherinnen und Erzieher in den Kindergärten und Betreuungseinrichtungen, die Weiterentwicklung von Hauptschulen zu Werkrealschulen sowie die gezielte Vorbereitung auf die gemeinsame Kursstufe und das Abitur 2012 an den Gymnasien.

Großer Informationsbedarf bei bildungspolitischen Maßnahmen

Die Umfrage zeigt aber auch, dass Investitionen zwar als richtig und wichtig erkannt werden, die einzelnen Maßnahmen jedoch noch wenig bekannt sind. So kann bei-spielsweise nur ein Prozent der Bevölkerung auf Anhieb die Schaffung kleinerer Klassen als Maßnahme nennen. Der Ausbau der vorschulischen Förderung von Kindern ist nur drei Prozent der Bevölkerung spontan bekannt und auch die Weiterentwicklung der Hauptschule zur Werkrealschule wird nur von acht Prozent der Befragten benannt.

Von der Qualitätsoffensive Bildung haben 27 Prozent der Bürgerinnen und Bürger schon einmal gehört, allerdings können 67 Prozent von ihnen spontan keine konkreten Maßnahmen benennen. Auch in dieser Gruppe sind einzelne Maßnahmen, wie die Einführung kleinerer Klassen - bei ungestützter Befragung (das heißt, es werden keine konkreten Antwortmöglichkeiten genannt, vielmehr müssen die Befragten selbst Maßnahmen benennen) - kaum bekannt (ein Prozent).

Hier setzt die Informationskampagne zur Qualitätsoffensive Bildung an. Unter dem Motto "Bildung: sehr gut", das den Anspruch der Landesregierung in Sachen Bildung formuliert, wird das Kultusministerium die Öffentlichkeit in den kommenden Monaten über seine zentralen bildungspolitischen Vorhaben noch intensiver informieren. Zahlreiche Publikationen, Internetangebote sowie Veranstaltungen bieten der Bevölkerung, insbesondere aber Eltern, Lehrkräften sowie Schülerinnen und Schüler Gelegenheit, Ziele und Maßnahmen der Qualitätsoffensive kennen zu lernen.

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