Statistisches Landesamt Baden-Württemberg
Schülerzahl an öffentlichen allgemeinbildenden Schulen sinkt um weitere 2 Prozent
An fast allen Schularten sind die Klassen im Schnitt kleiner geworden
Mehr zu: Baden-Württemberg, Hauptschule, Klassenfrequenz, Sonderschulen, Statistik, SchuleKnapp 1 138 000 Schülerinnen und Schüler besuchen im laufenden Schuljahr 2009/10 eine öffentliche allgemeinbildende Schule in Baden-Württemberg. Das sind gut 20 000 oder 2 Prozent weniger als im Vorjahr, als die Schülerzahl noch bei 1 158 000 lag, und ebenfalls um 2 Prozent gesunken war. Damit hat sich der seit dem Schuljahr 2003/04 abnehmende Trend weiter fortgesetzt.
Nach den vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Landesamtes sind die öffentlichen Grund- und Hauptschulen mit jeweils rund 4 Prozent am stärksten vom Rückgang betroffen. Bereits im Vorjahr (von 2007/08 auf 2008/09) mussten die öffentlichen Grundschulen einen Rückgang der Schülerzahl um knapp 4 Prozent hinnehmen, die öffentlichen Hauptschulen um gut 6 Prozent. Aktuell besuchen fast 395 900 Schülerinnen und Schüler eine Grundschule, und 151 400 eine Hauptschule in öffentlicher Trägerschaft.
An den öffentlichen Sonderschulen ist die Schülerzahl insgesamt um knapp 2 Prozent auf rund 38 800 zurückgegangen. Dies liegt hauptsächlich an den öffentlichen Förderschulen, die von mehr als der Hälfte (54 Prozent) aller Schülerinnen und Schüler der öffentlichen Sonderschulen besucht werden. Die Schülerzahl an diesen Förderschulen hat um rund 800 Schüler bzw. knapp 4 Prozent abgenommen.
An den öffentlichen Realschulen ist die Schülerzahl mit rund 234 000 (-0,2 Prozent) nahezu unverändert zum Vorjahr geblieben. Die öffentlichen Gymnasien können noch leicht steigende Schülerzahlen verzeichnen: Im Vergleich zum Vorjahr hat hier die Zahl der Schüler um rund 2 900 (0,9 Prozent) zugenommen und liegt jetzt bei knapp 313 100. An fast allen Schularten in öffentlicher Trägerschaft sind die Klassen nach den vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Landesamtes kleiner geworden. So werden im aktuellen Schuljahr an den Grundschulen durchschnittlich 21,2 Schülerinnen und Schüler in einer Klasse unterrichtet, an den Hauptschulen 19,3. Die durchschnittlichen Klassenstärken an den öffentlichen Realschulen sind von 27,6 auf 27,1 gesunken. Auch an den öffentlichen allgemeinbildenden Gymnasien sind mit durchschnittlich 27,3 etwas weniger Schülerinnen und Schüler in einer Klasse als im Vorjahr mit 27,6.
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