GEW Baden-Württemberg
GEW ruft Erzieher/innen zu Warnstreiks auf
GEW: Mit Nullrunden werden die KiTas nicht besser
Mehr zu: Baden-Württemberg, KITA, Tarifvertrag, Kindergarten / VorschuleDie Bildungsgewerkschaft GEW hat Erzieher/innen in Baden-Württemberg für Mittwoch (03.02.) und Donnerstag zu Warnstreiks aufgerufen.
"Die Anforderungen für die Beschäftigten in KiTas haben sich stark erhöht. Mit Nullrunden erreichen die Arbeitgeber nur, dass sich immer weniger junge Frauen und Männer für diesen Beruf interessieren. Bereits jetzt müssen in einigen Städten Eltern lange auf einen freien KiTa-Platz warten, weil Erzieherinnen und Erzieher fehlen. Auch die Eltern erwarten, dass unsere Arbeitsplätze in der frühkindlichen Bildung anständig bezahlt werden", sagte am Dienstag (02.02.) in Stuttgart Doro Moritz, Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW). Die GEW schätzt, dass in Baden-Württemberg für die Krippen-Ausbaupläne zwischen 10.000 und 15.000 neue Erzieher/innen benötigt werden.
Zu Warnstreiks der im öffentlichen Dienst bei Bund und Kommunen Beschäftigten haben die Gewerkschaften ver.di, GEW, GdP und die dbb Tarifunion am Montag (01.02.) aufgerufen. Zuvor war die zweite Runde der Tarifverhandlungen, die am Sonntag in Potsdam begonnen hatte, ohne Ergebnis vertagt worden. "Die Arbeitgeber zeigen keine echte Verhandlungsbereitschaft: Sie provozieren die Eskalation. Auch in der zweiten Runde haben sie kein Angebot vorgelegt. Offenbar setzen sie aber für die nächsten beiden Jahre auf eine Nullrunde. Jetzt werden die Beschäftigten zeigen, dass sie das Verhalten der Arbeitgeber als Provokation auffassen und endlich ein verhandlungsfähiges Angebot erwarten", sagte Doro Moritz. Die Gewerkschaften fordern ein Gesamtpaket mit einem Volumen von fünf Prozent.
In allen Bundesländern werden Warnstreiks stattfinden, die am 3. Februar beginnen. Die dritte Verhandlungsrunde findet vom 10.-12. Februar statt.
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