Die GEW begrüßt den Appell von 450 Grundschulleiterinnen und Grundschulleitern, Kinder nicht vorzeitig auf eine bestimmte Schullaufbahn festzulegen. Die Initiative der Rektorinnen und Rektoren wird als Warnsignal gewertet, wie stark der Auslesedruck an den Grundschulen bereits zugenommen hat. Die GEW fordert die Landesregierung auf, endlich die Weichen in der Schulpolitik für längeres gemeinsames Lernen und mehr individuelle Förderung zu stellen.
"Ministerpräsident Rüttgers darf diesen mutigen Appell aus den Grundschulen nicht ignorieren," erklärte GEW-Landesvorsitzender Andreas Meyer-Lauber in einer ersten Reaktion auf die heute der Öffentlichkeit vorgestellte Initiative.
Die GEW begrüße, dass Grundschulleitungen gemeinsam ihre pädagogische Verantwortung für alle Kinder erklären und die verbindliche Schulformempfehlung abgeschafft sehen wollen. Der Appell mache deutlich, dass Kinder gemeinsam mehr Zeit für die Entwicklung ihrer Persönlichkeit brauchen.