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Kultusminister Ludwig Spaenle: Wir müssen vorrangig die Kapazitäten für die Ausbildung von Lehrern in Islamunterricht ausbauen

Mehr zu: Bayern, Lehrerbildung, Religion, Hochschule
München, 05.02.2010 -

Als vorrangig bei dem Ausbau von Studienplatzkapazitäten hat Bayerns Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle die Ausweitung von Studienplätzen zur Aus- und Fortbildung von Lehrkräften für Islamunterricht bezeichnet.

Bayern hatte mit der Einrichtung des Islamunterrichts als staatliches Unterrichtsfach zum Schuljahr 2009/2010 an rund 250 Schulen im Rahmen eines Modellprojekts ein Beispiel im Reigen der deutschen Länder gesetzt. "Es geht uns darum, muslimischen Schülern ein Angebot zu unterbreiten, das sie in ihrer religiösen Beheimatung unterstützt, dabei inhaltlich aber auf dem Boden des Grundgesetzes und der Bayerischen Verfassung basiert", so Bayerns Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle. "Damit wir den Islamunterricht als staatlichen Unterricht in der Fläche anbieten können, müssen wir qualifizierte Lehrer ausbilden." Dazu seit vor allem die Universität Erlangen-Nürnberg bestens vorbereitet.

Deshalb ist vorgesehen, dass die Islamische Religionslehre künftig als Erweiterungsfach in die Lehramtsprüfungsordnung (LPO I) aufgenommen werden soll. Dazu wird eine wissenschaftliche Fachkommission ins Leben gerufen. Ein Ausbildungsort für dieses Fach ist derzeit die Universität Erlangen-Nürnberg. Dort ist seit 2005, also lange vor den Empfehlungen des Wissenschaftsrates, der Studiengang "Islamische Religionslehre" angesiedelt.

Derzeit werden in Bayern die Lehrkräfte studienbegleitend als Zusatz zum Lehramtsstudium an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen ausgebildet.

Kultusminister Spaenle hat im Frühjahr 2009 ein Gesamtkonzept zur Förderung der Integration von Schülern mit Migrationshintergrund in Kraft gesetzt.

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