Niedersächsisches Kultusministerium
Schülerfriedenspreis 2009
Heister-Neumann: "Vorbildliches Engagement trägt zu einem Klima der Verantwortlichkeit bei"
Mehr zu: Auszeichnungen, Deutschland, Hauptschule, Konfliktlösung, Niedersachsen, Politische Bildung, Prävention, Werteerziehung, Wettbewerbe, SchuleFür ihre herausragenden Leistungen in Projekten zu Themen wie Verständigung, Integration, Extremismusprävention und friedlichem Zusammenleben hat die Niedersächsische Kultusministerin Elisabeth Heister-Neumann heute vier niedersächsische und eine polnische Schule mit dem Schülerfriedenspreis 2009 ausgezeichnet.
"Die Bewerbungen zeigen, mit welcher Kreativität, welchem Interesse und welcher Professionalität sich unsere Schülerinnen und Schüler unterstützt von ihren Lehrkräften historischen und politischen Themen widmen. Dabei scheint vor allem die Entwicklung von Theaterstücken eine immer größere Bedeutung zu bekommen, um Jugendlichen einen Zugang zu den Themen zu ermöglichen", sagte Kultusministerin Elisabeth Heister-Neumann beim Empfang im Gästehaus der Landesregierung in Hannover. "Ich danke allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern für ihr nach außen deutlich sichtbares Engagement. Sie tragen dazu bei, dass in unseren Schulen und damit in unserem Land ein Klima der Verantwortlichkeit entwickelt und erhalten wird."
Preisträger des Schülerfriedenspreises 2009 sind das Gymnasium Antonianum Vechta (1. Preis), die Pestalozzischule Rinteln sowie das Windthorst-Gymnasium Meppen gemeinsam mit dem XX Liceum Ogólnoksztalcace Danzig (jeweils 2. Preis) sowie die Haupt- und Realschule Waldschule Hatten (3. Preis). Der Schülerfriedenspreis wird in Niedersachsen seit 1993 jedes Jahr vergeben.
Die ausgezeichneten Projekte im Überblick:
Preis (1.000 Euro): Projektgruppe ACTivity des Gymnasiums Antonianum Vechta
Auszeichnung der Eigenproduktion des Musiktheaterprojekts "VOLL VERBOTEN" zum Thema 20 Jahre Mauerfall. Diese Kooperation zwischen Lehrkräften, Schülerinnen und Schülern widmet sich der Aufarbeitung der Situation im geteilten Deutschland und vor allem dem Thema ´Jugend in der ehemaligen DDR´. Das Stück dient dem Abbau von Vorurteilen und der besseren Verständigung von Ost und West sowie der Entwicklung von Eigeninitiative und Teamfähigkeit. Es hat neun Schul-Aufführungen und weitere Gastspiele gegeben, die sehr aufwändig gestaltet waren.Preis (700 Euro): Klasse 10 der Pestalozzischule Rinteln (Förderschule Schwerpunkt Lernen)
Auszeichnung für das Theaterstück "Den Schuh zieh ich mir an" zum Geburtstag des Grundgesetzes. In kleinen unterschiedlichen Szenen aus dem Alltagsleben geht es um die Grundrechte, z. B. um die ungleiche Behandlung bei Ladendiebstahl, je nachdem, ob es sich bei dem Täter um einen Jugendlichen oder um den örtlichen Arzt handelt. Teilnahme am Theaterwettbewerb für Schulen im Landkreis Schaumburg, bei dem die Pestalozzischule in die Endausscheidung kam.Preis (700 Euro): Windthorst-Gymnasium Meppen gemeinsam mit dem XX Liceum Ogólnoksztalcace Danzig
Auszeichnung für das Theaterstück "Ich blickte in die Zukunft und sah…" und drei weitere Projekte (zur Kriegsgräberfürsorge, Präventionstag, Schulpartnerschaft). Für das Theaterstück haben deutsche und polnische Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte über einen Zeitraum von zwei Jahren acht Szenen zu Eckpunkten deutsch-polnischer Geschichte geschrieben und inszeniert. Anlass war der seit zehn Jahren bestehende deutsch-polnische Schüleraustausch beider Schulen. Es gab bereits mehrere Aufführungen, auch bei den deutsch-polnischen Kulturtagen in Danzig.Preis (600 Euro): Hauptschulklasse 10 der Haupt- und Realschule Waldschule Hatten
Auszeichnung für die Ausstellung "Erinnerte Vergangenheit" im Landesmuseum Oldenburg. Mit großem persönlichem Engagement haben die Schülerinnen und Schüler eine sehr gut vor- und aufbereitete Ausstellung über den Nationalsozialismus – soweit möglich, mit Oldenburger Bezug - erarbeitet. In Zusammenarbeit mit dem Landesmuseum Oldenburg sind zwölf Zeitbilder entstanden. Wegen des großen Andrangs wurde die Ausstellung verlängert.
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