Seit Januar ist die CO2-Maus wieder aktiv. Fazit: Rund 1113 Schulklassen haben sich auf der Web-Plattform der landesweiten Klimaschutz-Initiative bereits angemeldet. Die 2009 ins Leben gerufene Initiative richtet sich an bayerische Schulklassen mit dem Ziel CO2-Kilo zu sparen.
Den Vorbildcharakter des Klimaschutz-Projekts unterstrichen am vergangenen Freitag die Sponsoren. Rainer Fürhaupter, Vorstandsmitglied der Versicherungskammer Bayern, und Staatssekretär Dr. Marcel Huber trafen sich am Firmensitz der Versicherungskammer Bayern, um den Sponsoringvertrag zu unterzeichnen. Rainer Fürhaupter: "Es ist sehr wichtig, den Klimawandel und die Folgen bereits in der Umweltbildung im Unterricht fest zu verankern. Als Versicherer unterstützen wir die CO2-Maus im Rahmen unserer Präventionsarbeit und der Risikovorsorge."
Auch Dr. Marcel Huber ist überzeugt von der Wirkung der CO2-Maus. "Für einen erfolgreichen Klimaschutz brauchen wir einen grundlegenden Bewusstseinswandel in der Bevölkerung, der die Maßnahmen der Staatsregierung ergänzt und unterstützt. Emissionshandel und gesetzliche Vorgaben alleine reichen nicht aus. Nur wenn jeder Einzelne auch im privaten Bereich mithilft, kann es uns gelingen, die eintretende Klimaveränderung in einem erträglichen Rahmen zu halten. Die CO2-Maus zeigt, Kinder können ihre Eltern zu umweltbewusstem Verhalten erziehen."
Jugendliche der 6., 7. und 8. Jahrgangsstufe sollen mit der Initiative zu
aktivem Klimaschutz motiviert werden. Die CO2-Maus informiert über
Ursachen und Folgen des Klimawandels, schärft das Bewusstsein und klärt
über politische Handlungsmöglichkeiten auf. Und: Sie soll einen messbaren
Beitrag zum Klimaschutz leisten. Seit Beginn der Aktion am 07.01.2009
haben sich in Bayern mehr als 2.500 Schulklassen und über 23.000 Schüler
angemeldet. Damit werden – die Familien eingerechnet – etwa 70.000
Menschen erreicht. Lehrer Martin Aufmuth aus Erlangen, Initiator der
CO2-Maus, berichtet von vielen Erfolgs-Anekdoten: "Die Aktion hat für
manchen Teilnehmer einen echten Bewusstseinsschub bewirkt: Es wurden
tatsächlich Kühlschränke ausgemistet oder Fernreisen gegen einen
Strandurlaub getauscht". Ein Schüler schreibt im Gästebuch der
CO2-Maus-Seite: "Hallo CO2-Maus, ich habe jetzt aus meinem
Faulheitslangduschen, ein kürzeres 4-Minutenduschen gemacht, da das
vollkommen ausreicht...".
Der CO2 –Zähler bewegt sich weiter. Derzeit steht er bei rund 24 Millionen
kg. National könnten demzufolge jährlich sogar etwa 300.000 Menschen zu
aktivem Klimaschutz bewegt werden. Nach Bayern folgen nun andere
Bundesländer wie Baden-Württemberg, Hamburg und Bremen.
Die CO2-Maus ist eine landesweite Initiative zum Klimaschutz. Sie steht unter der Schirmherrschaft des Bayerischen Kultusministers Dr. Ludwig Spaenle und des Bayerischen Umweltministers Dr. Markus Söder und wurde am 04. März 2009 mit dem Deutschen Klimapreis ausgezeichnet. Am 27. Mai 2009 erhielt die CO2-Maus die Auszeichnung als Leuchtturmprojekt im Wettbewerb "Generationendialog in der Praxis – Bürger initiieren Nachhaltigkeit" durch die Bundesregierung und den Rat für Nachhaltige Entwicklung.
Informationen: www.co2maus.de/