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Bildungsminister Klug: Elf neue Kompetenzzentren für Begabtenförderung in Schleswig-Holstein

Mehr zu: Hochbegabung, Lehrerbildung, Schleswig-Holstein, Schule
Kiel, 08.02.2010 -

Schleswig-Holstein baut die Begabtenförderung an den Schulen aus. Zum kommenden Schuljahr 2010/11 starten landesweit elf Schulen als Kompetenzzentren und erproben unterschiedliche Konzepte, um begabte Schülerinnen und Schüler zu fördern.

"Wir wollen den einzelnen Schüler, die einzelne Schülerin in unserem Bildungssystem genau wahrnehmen und ihm das anbieten, was ihm gerecht wird", sagte Bildungsminister Dr. Klug heute (8. Februar) in Kiel. Ziel sei es, die Begabtenförderung stärker in den Unterricht zu integrieren und sie nicht wie bisher überwiegend auf außerunterrichtliche Angebote wie beispielsweise Juniorakademie oder Enrichment zu beziehen. "Damit das gelingt, arbeiten Schulleitung, Lehrkräfte sowie Schülerinnen und Schüler eng zusammen", so der Minister.

Ingesamt hatten sich 39 Schulen für das Projekt "Kompetenzzentren Begabungsförderung - Sekundarstufe I/II" beworben. Ausgewählt wurden elf weiterführende Schulen, die in eineinhalb Jahren zunächst ein transferfähiges Konzept entwickeln und dies ab dem Schuljahr 2010/11 in der Unterrichtspraxis erproben und ihre Erfahrungen auswerten. An dem Projekt nehmen folgende Schulen teil:

  • Anne-Frank-Schule, Bargteheide (Kreis Stormarn)
  • Coppernicus-Gymnasium Norderstedt (Kreis Segeberg)
  • Domschule Schleswig
  • Elsa-Brändström-Schule Elmshorn (Kreis Pinneberg)
  • Goethe-Schule Flensburg
  • Herderschule Rendsburg
  • Max-Planck-Schule Kiel
  • Peter-Ustinov-Schule Eckernförde
  • Sachsenwaldschule Reinbek (Kreis Stormarn)
  • Werner-Heisenberg-Gymnasium Heide (Kreis Dithmarschen)
  • Elsensee-Gymnasium Quickborn (Kreis Pinneberg)

Bildungsminister Klug: "Diese Schulen bilden ein Netzwerk, das verschiedene Wege ausprobiert und langfristig Transfereffekte für andere Schulen ermöglicht." Er betonte einen besonderen Baustein dieses Projektes - die Schülerpaten. Schülerpaten sind (hoch)-begabte Schülerinnen und Schüler ab 14 Jahren, die ihre eigenen Erfahrungen an Kinder der Jahrgänge 5/6 und 7 weitergeben möchten. Sie werden in unterschiedlichen Modulen wie "Hochbegabt sein - Lust oder Last" oder "Lernstrategien für schnelle Denker" qualifiziert und sind eingebunden in die schulische Arbeitsgruppe, die das Konzept zur Begabtenförderung erarbeitet. Partner dieses Bausteines ist der Regionalverein Schleswig-Holstein der Deutschen Gesellschaft für das hochbegabte Kind (DGhK).

Die ausgewählten Schulen erhalten vom Bildungsministerium maximal 5.000 Euro, die für die Begabtenförderung genutzt werden sollen, und zusätzliche Qualifizierungsangebote für Lehrkräfte sowie eine Schatzkiste mit Literatur und Unterrichtsmaterial im Wert von rund 1.000 Euro. Geplant ist, das Projekt wissenschaftlich von der Christian-Albrechts- Universität zu Kiel begleiten zu lassen.

Bildungsminister Klug: "Ich bin sicher, dass von dem Projekt positive Impulse ausgehen werden, die der Schulentwicklung und der Lehreraus- und fortbildung zugute kommen. So können wir Kindern und Jugendlichen eine Bildung ermöglichen, die ihren Begabungen, Fähigkeiten und Neigungen entspricht."

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